Zukunftsvision
In Immenstadt soll Energie verstärkt vor Ort erzeugt werden

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Die Stadt Immenstadt soll Energie sparen und einen großen Teil des Stroms und der Heizenergie selbst produzieren. Diese Ziele sind Inhalt des Klimaschutzkonzeptes der Stadt, das ein Team aus Fachleuten, Stadträten, Verwaltungsmitarbeitern und Firmenvertretern gerade entwickelt. Genau gesagt soll bis zum Jahr 2030 der Bedarf an Wärmeenergie um 40 Prozent sinken. 40 Prozent der Wärme soll in Immenstadt aus Erneuerbaren Energien stammen. Beim Strom könnte man etwa 19 Prozent sparen und 12 Prozent selbst erzeugen. Das sei technisch möglich, ist man beim Energie- und Umweltzentrum Allgäu (Eza) und bei der Firma Baum Consult überzeugt.

Deren Chefs, Martin Sambale und Ludwig Karg, haben diese Daten am Mittwoch bei einem Bürgerforum im Hofgarten den Immenstädtern präsentiert – zumindest denen, die in den fast leeren Saal gekommen waren. Das Klimaschutzteam hat für Immenstadt sieben Leitprojekte entwickelt, die intensiver verfolgt werden sollen.

  • Photovoltaik und Solarthermie sollen an vorhandenen Gebäuden und eventuell an Parkplätzen ausgebaut werden. Solarparks seien in Immenstadt kein Thema.
  • Biogas vor allem aus Gülle, aber auch aus Bioabfällen, nutzen.
  • Immobilien-Strategie: Die Gebäude der Stadt sollen nachhaltig aufgestellt werden.
  • Abwärme vom Firmen könnte noch stärker als bisher zum Heizen genutzt werden.
  • Energieeffizienz der Unternehmen soll gesteigert werden – wobei laut den Experten einige große Unternehmen in dem Punkt schon sehr weit sind. Einige kleinere und das Handwerk könnten sich steigern.
  • Kohlendioxid-Ausstoß für die Mobilität reduzieren – das heißt, dass beispielsweise auf dem Weg zum Arbeitsplatz das Auto stehen bleibt und alternative Verkehrsmittel genutzt werden.
  • Private Gebäude energetisch sanieren lautet ein weiteres Leitprojekt. Dazu sollen die Bürger in bestimmten Stadtteilen in einer Beratungskampagne gezielt angesprochen und zum Dämmen motiviert werden.

Bei dem Bürgerforum wurden aber auch weitere Ideen gesammelt. Vorgeschlagen wurde unter anderem, die Straßenbeleuchtung zu reduzieren, eine Fahrradvermietung mit mehreren Abgabeorten aufzubauen und vorhandene Seen als Pumpspeicher zu nutzen. Angeregt wurde aber auch, das Schienennetz stärker zu nutzen und bei Bosch in Seifen, den Schulen und in Stein Haltepunkte zu errichten.

Über Windkraft – laut dem Klimaschutzkonzept sollen in Immenstadt 13 Anlagen entstehen – wurde nicht diskutiert. Das soll bei einem weiteren Bürgerforum im Sommer geschehen.

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