Ehrung
Immenstädter erhält vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Luise-Kiesselbach-Preis 2012

Hermann Malzer aus Immenstadt ist vom Paritätischen Wohlfahrtsverband mit dem Luise-Kiesselbach-Preis 2012 ausgezeichnet worden. Er ist seit 41 Jahren aktives Mitglied im Vorstand des Vereins für Körperbehinderte Allgäu und hat innerhalb der Elterninitiative in einer schwierigen Anfangsphase Verantwortung übernommen und die Organisation zu einer für das Allgäu und darüber hinaus wegweisenden Einrichtung entwickelt. Seit 1979 ist Malzer Finanzvorstand.

Die Motivation für sein vorbildliches Wirken zog Malzer aus der eigenen Betroffenheit als Vater eines behinderten Sohnes. Damals gab es im Allgäu keine Hilfeangebote für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige.

Im Bewusstsein einer wohnortnahen Versorgung und Förderung war es ihm von Anfang an ein Anliegen, Kinder mit Behinderung schulische Bildung, heilpädagogische und therapeutische Förderung zu ermöglichen. So entstand unter seiner Führung ein Kindergarten, eine schulvorbereitende Einrichtung und eine erste 'Auffangklasse', die alle in alten Schulgebäuden, die nicht barrierefrei waren, untergebracht wurden.

Dank der Initiative und der Beharrlichkeit Malzers gelang es, 1986 ein eigenes, auf die Belange von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen ausgerichtetes Schulhaus, zu errichten und 1999 zu erweitern. Damit war der Grundstein für die nachfolgenden Aufgaben gelegt, für die sich der Verein für Körperbehinderte Allgäu bis heute einsetzt.

Engagierter Einsatz für Menschen mit Behinderungen zahlt sich so auch noch nach vielen Jahren für die betroffenen Menschen und deren Angehörigen aus. Hermann Malzers Handeln war stets geleitet von den Bedürfnissen der Menschen mit Behinderung. So war es nach Abschluss der Schule wichtig, Wohnformen anzubieten. Auch hier wurde früh erkannt, dass es keiner großen Einrichtungen bedarf, sondern kleiner familiärer Wohngruppen innerhalb einer gewachsenen Infrastruktur.

Diese Sichtweise prägt die gesamte Einrichtung, sodass es fast selbstverständlich war, integrative oder inklusive Formen der gemeinsamen Förderung von Zeiten der Kinderbetreuung bis hin zum Wohnen zu realisieren.

Durch seine pragmatische Art hat Hermann Malzer so sehr viel für Menschen mit Behinderung erreichen können. Als Anerkennung für sein außergewöhnliches Engagement wurde er 2000 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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