Bilanz
Immenstädter Bergwachtler wurden voriges Jahr in 135 Fällen alarmiert

Fast um ein Drittel haben die Einsätze der Bergwacht Immenstadt im vergangenen Jahr zugenommen. Bei 135 Einsätzen wurden 171 Personen aus Bergnot und anderen schwierigen Situationen in Sicherheit gebracht. Über die Zahlen berichtete jetzt Bereitschaftsleiter Dörg Stephan in der Jahresversammlung der Bergwacht. Stephan ging bei manchem Einsatz auch in die Details. So fiel ihm im Jahr 2011 auf, dass sich gerade die schwierigen Fälle in der Dämmerung beziehungsweise zur Nachtzeit häufen. Nicht nur einmal ist es vorgekommen, dass die Bergretter bis in die Morgenstunden unterwegs waren.

Auch bei einer Evakuierungs-Aktion im benachbarten Landkreis Ostallgäu wurden die Immenstädter zu Hilfe gerufen. Fahrgäste der Seilbahn am Tegelberg mussten aus der Kabine befreit werden. Laut Stephan war dies der aufwendigste und langwierigste Einsatz der örtlichen Helfer im vergangenen Jahr. Man habe aber 'reibungslos' mit den anderen Rettungskräften aus dem Allgäu zusammengearbeitet, sagte der Bereitschaftsleiter.

50 Mann zusammengezogen

Ungewöhnlich war überdies eine Suchaktion nach einem Lawinenabgang am Immenstädter Hausberg Mittag im Dezember (wir berichteten ebenfalls). Für das Absuchen des Lawinenfeldes mit 50 Meter Breite und 400 Meter Länge waren 50 Einsatzkräfte aus dem Allgäu zusammengezogen worden.

Um die Einsätze gut bewältigen zu können, mussten die Immenstädter Bergretter mehrere tausend Ausbildungsstunden leisten. Die Nachwuchsausbildung ist seit 2011 Aufgabe von Stefan Reisacher, der sich auch um die Jugendgruppe kümmert. Drei langjährige Mitglieder sind in der Zusammenkunft geehrt worden. Franz Bachl und Michael Baumgärtner halten der Bergwacht seit 60 Jahren die Treue. Winfried Schmidt ist seit 50 Jahren Mitglied.

Betreuungsdienst mit aufgebaut

Bergwacht-Regionalleiter Heinrich Malue hob bei der Ehrung hervor, was die Geehrten alles auch für die Bergretter-Region Allgäu geleistet haben. Winfried Schmidt beispielsweise war maßgeblich beim Aufbau des Kriseninterventionsdienstes beteiligt und hatte diesen Betreuungsdienst für Angehörige von Verunglückten auch bis zum vergangenen Jahr noch geleitet.

Anerkennung gab es auch für Michael Baumgärtner, der sich zehn Jahre lang als Gerätetechniker um das in Immenstadt untergebrachte Bergwacht-Regionaldepot kümmerte. Schließlich dankte Bürgermeister Armin Schaupp den Alpinhelfern. Er würdigte deren Engagement mit den Worten: 'Nur mit Leidenschaft und Liebe zum Menschen kann diese Tätigkeit erfüllt werden.'

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