Kinderbetreuung
Immenstadt: Ganztagsklasse am Königsegg geplant

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«Sie wird keine weitere Betreuungsform, sondern eine neue Form von Schule mit einem eigenen pädagogischen Profil.» So stellt sich Bernhard Gessenharter die neue Ganztagsklasse an der Königsegg-Grundschule Immenstadt vor, die voraussichtlich kommendes Schuljahr ins Leben gerufen werden soll. Das Konzept dafür stellten der Schulleiter und Martina Feuerstein, Leiterin des hiesigen Kinderhorts, in der jüngsten Stadtratssitzung vor.

Jahr für Jahr komme freilich eine neue Ganztagsklasse hinzu, erklärte Gessenharter und betonte: << Dadurch wird der Hort freilich nach und nach Kinder verlieren. >> Allerdings würden beide Einrichtungen künftig enger zusammenrücken.

Wer Kinder im Grundschulalter hat, brauche sich künftig an nur eine Einrichtung wenden: Bei der Einschreibung ihres Kindes an der Grundschule würden Eltern gleichzeitig den Betreuungsbedarf angeben, erläuterte Feuerstein. Um ihre Knirpse werde man sich bis maximal 18 Uhr während der Schulzeit und in den Ferien kümmern.

Bislang gebe es, so Gessenharter, an der Grundschule eine Mittagsbetreuung bis 14 Uhr und am Hort eine Frühbetreuung von 7 bis 7.35 Uhr. Dort könne man nach Ende des Unterrichts sein Kind bis 18 Uhr betreuen lassen - ebenso in der Ferienzeit von 7.30 bis 12.30 Uhr. Bei der geplanten Ganztagsklasse - Unterrichtsende ist um 15.30 Uhr bei einer Stunde Mittagspause - sollten Eltern sich aber nicht nur auf die Zeiten verlassen können, sondern auch auf die Qualität der Betreuung.

Künftig sollen eine Erzieherin pro Ganztagsklasse sowie pädagogisch geschultes Personal die Lehrer unterstützen, so Feuerstein.

Deren Aufgaben: Beispielsweise im Unterricht, etwa wenn die Klasse zur Differenzierung aufgeteilt wird, oder bei Intensivierungsstunden am Nachmittag mithelfen und mit freizeitpädagogischen Angeboten die Mittagspause gestalten. Für gruppen- und klassenübergreifende Arbeit werde eine Erzieherin unter anderem eingesetzt, um sich um << offene Freizeitangebote für Schüler >> zu kümmern, wie zum Beispiel um das Schülercafé oder um Entspannungsräume.

Umfrage: Große Nachfrage

Die Nachfrage für eine Ganztagsklasse sei groß, hat Schulleiter Gessenharter herausgefunden: Bei einer Umfrage wurden Eltern kommender Erst- und Drittklässler nach dem Bedarf für diese neue Klasse befragt. Das Ergebnis: Jeweils 30 gaben an, ihr Kind dafür anmelden zu wollen. << Ich gehe aber davon aus, dass die neue Ganztagsklasse 20 Plätze haben wird. Leider kann man nicht alle Wünsche erfüllen >>, merkte der Schulleiter an.

Reichen eigentlich die Räumlichkeiten dafür aus? In den nächsten beiden Jahren würden zwei Klassenzimmer frei, antwortete Gessenharter. Die Schule verkleinere sich: << Wir waren vierzügig und werden bald dreizügig. >>

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