Bereits mehrfach
Husky tötet Kaninchen in Immenstadt-Bühl

Ein Husky hat Hasen getötet. Bilder der Überwachungskamera beweisen es.
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  • Ein Husky hat Hasen getötet. Bilder der Überwachungskamera beweisen es.
  • Foto: Benjamin Liss
  • hochgeladen von Holger Mock

Sie hat es schon wieder getan. Seit Monaten sorgt eine Husky-Hündin in dem Immenstädter Ortsteil Bühl für Ärger. Sie jagt Katzen und reißt Kaninchen und Hasen. Mittlerweile sollen ihr acht Tiere zum Opfer gefallen sein. „Es reicht“, sagen viele Bühler Einwohner. Nachdem die Polizei den Vorfall aufgenommen hat, ist auch das Ordnungsamt der Stadt mit dem Fall betraut. Allerdings zeichnet sich jetzt eine schnelle Lösung ab.

Entsetzten, Wut und Trauer machten sich am Sonntag bei Anwohnern am Großen Alpsee breit, nachdem der Husky zwei Kaninchen und einen Hasen getötet hatte. Bereits Ende vergangenen Jahres wurden mehrere Kaninchen durch die zweieinhalbjährige Hündin getötet, eine Katze wurde verletzt, eine zweite ist seither verschwunden. Schon damals hatten die betroffenen Anwohner Polizei und Ordnungsamt verständigt.

Tierschutzberaterin Anke Maruschka bot danach den Besitzern an, den Hund woanders unterzubringen. „Das lehnten sie aber ab“, sagt die 61-Jährige Tierschützerin. Die Hundehalter haben laut Maruschka zwei Huskys, einer davon ist die gefährliche Hündin.

Die Hündin drang am Sonntagnachmittag in zwei Gehegen ein. In dem einen Gehege kamen zwei Kaninchen ums Leben, wie die Besitzerin erzählt. Eines der beiden habe der Husky gebissen und das andere so lange durchs Gehege gehetzt, bis es vermutlich an einem Herzinfarkt starb. Danach sei die Hündin in das zweite Gehege gesprungen und habe ein weiteres Kaninchen getötet.

„Nur durch das schnelle Eingreifen unserer Nachbarin haben ein Hase und das Meerschweinchen überlebt“, erzählt die 38-jährige Mutter dreier Kinder, denen die Tiere gehören. Die Nachbarin war sofort schreiend herübergelaufen, als sie den Husky entdeckte. „Damit hat sie das Tier vertrieben“, sagt die 38-Jährige.

Dabei soll der Hund bereits im vergangenen Jahr zwei Hasen ihrer drei Söhne Quirin (14), Serafin (12) und Xaver (9) getötet haben. „Unsere Kinder haben so geweint. Es kann doch nicht sein, dass innerhalb von wenigen Monaten der Husky die Tiere unserer Kinder tötet, nur weil die Besitzer ihn nicht im Griff haben.“ Die anderen Bewohner in Bühl sind der gleichen Meinung: „Hier spielen immer viele kleine Kinder im Freien“, regt sich ein Anwohner auf. Müsse denn erst etwas Schlimmeres passieren?

Zuständig „für die Gefahrenabwehr in Bezug auf Hundehaltung“ ist die Stadt Immenstadt als Sicherheitsbehörde. Wie der Leiter des Ordnungsamts, Marcus Kleebaur, mitteilt, habe die Stadt gegen die Hundehalter schon nach dem ersten Vorfall „einen sicherheitsrechtlichen Bescheid mit dem Thema sichere Verwahrung und Beaufsichtigung“ erlassen. Zwar habe die Stadt noch keinen Bericht von der Polizei erhalten, aber offensichtlich sei jetzt gegen den Bescheid verstoßen worden und der Hund habe erneut ausbüchsen und Schaden anrichten können.

Sollte das zutreffen, gebe es mehrere Handlungsstufen, die ergriffen werden können: Zunächst werden die Besitzer des Hundes angehört. Sollten sie dabei gewährleisten können, dass die Gefahr nachhaltig abgestellt wird, verbleibt es bei einer Ermahnung. „Wenn aber die Aussicht auf Erfolg – also die nachhaltige Gefahrenabwehr – nur gering erscheint, so kann auch im Extremfall die Haltungsuntersagung angeordnet werden“, so Kleebaur.

Mittlerweile klärt sich die Situation aber wohl von selbst. Wie Tierschutzberaterin Maruschka erklärt, hätten die Besitzer eingewilligt, den Hund abzugeben. „Ich werde die Hündin jetzt abholen und in eine Auffangstation für Polarhunde auf der Schwäbischen Alb bringen. Dort ist sie gut aufgehoben.“

Autor:

Benjamin Liss aus Kempten

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