Stellenmarkt
Höchststand: 2195 Menschen ohne Job

So viele Arbeitslose wie noch nie in diesem Jahr meldet die Arbeitsagentur: Demnach sind im südlichen Oberallgäu aktuell 2195 Menschen ohne Job. Im November kamen 1130 neue Arbeitslose dazu; zugleich gab es einen Abgang von 473 Arbeitslosen. Für Wolfgang Scholz, Leiter der Sonthofer Dienststelle, dennoch kein Grund zur Sorge: Diesen saisonbedingten Anstieg habe man jedes Jahr. Und die Arbeitslosenquote liegt mit 5,4 Prozent noch unter der im November 2009.

Deshalb hofft Scholz auch, dass die Gastronomie wie immer im Dezember wieder kräftig Menschen einstellt. Zwei Faktoren untermauern diese Einschätzung: Unter den 2195 Arbeitslosen sind 630, die bereits einen Vertrag für ihre Wiedereinstellung in der Tasche haben. Und: Die Gastronomie sucht noch Kräfte für rund 120 offene Stellen.

Baugewerbe im Januar

Das bedeutet freilich nicht, dass im Dezember alles ganz toll wird. Denn da melden sich dann beim Arbeitsamt die Garten- und Landschaftsbauer; im Januar kommen Baugewerbe und Handwerker dazu. Freilich sind auch das übliche, saisonal bedingte Entwicklungen.

Weit mehr Sorge machen Scholz die Arbeitslosen im Alter zwischen 55 und 65 Jahren. Denn deren Zahl steigt massiv. Aktuell gibt es 499 ältere Arbeitslose. Wie stark diese Gruppe mittlerweile zugelegt hat, zeigt ein Blick zurück: Im November 2008 waren es nur 300. Gründe für den Trend gibt es laut Scholz zahlreiche: Mancher Arbeitslose habe nach Jahren harter Arbeit beispielsweise gesundheitliche Beschwerden, anderen fehlten Computerkenntnisse, um mit neuesten Entwicklungen Schritt zu halten. Auf der anderen Seite gebe es Firmen, die ein junges Team wollten.

«Umdenken nötig»

Scholz fordert da dringend ein Umdenken bei Betrieben wie auch in der Bevölkerung: Da die Menschen länger lebten, müssten sie auch länger arbeiten, um das zu finanzieren. Die Arbeitsagentur versucht, das Wiedereinstellen älterer Arbeitsloser mit Gehaltszuschüssen interessant zu machen.

Und weil bereits die Planung fürs nächste Ausbildungsjahr läuft, bittet Scholz Arbeitgeber, offene Ausbildungsstellen rechtzeitig zu melden.

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