Neue Methode
Herz- und Gefäßzentrum Immenstadt setzt selbstauflösendes Material ein

Ein Stent, der sich selbst auflöst – was Kardiologen als Revolution bezeichnen, findet ab sofort auch im Herz und Gefäßzentrum Oberallgäu-Kempten in Immenstadt statt. Laut Pressemitteilung des Klinikums sind die Allgäuer damit bisher einmalig in Schwaben.

"Wir waren in Bayern nach dem Deutschen Herzzentrum in München die ersten, die diese Eingriffe durchführen durften", freuen sich die beiden Chefärzte, Professor Dr. Jan Torzewski und Privatdozent Dr. Wulf Ito, über die erfolgreiche Zertifizierung.

Die neuen Gefäßstützen, die aus vielkettigen Milchsäuren bestehen, seien daher besonders gut für Herzpatienten geeignet, die bereits mehrere Stents haben, oder für jüngere Betroffene im Alter zwischen 40 und 60 Jahren, erläutert Kardiologe Torzewski.

Falls sich in späteren Jahren an der gleichen Stelle wieder ein Herzkranzgefäß verengen sollte, könne man problemlos erneut eine Stütze einsetzen. Die gitterartigen 'Röhrchen' lösen sich – ähnlich wie resorbierbare Fäden oder Schrauben in der Chirurgie – nach zwei Jahren komplett wieder auf.

Sie sind wie die Metallstents mit einem Medikament beschichtet, das einen nochmaligen Verschluss des Gefäßes verhindern soll. Die Implantation erfolgt wie bisher über die Beinarterie.

In der invasiven Kardiologie gilt die sich selbst auflösende Gefäßstütze nach der Ballondilatation, dem Stent und dem medikamentenbeschichteten Stent als ein weiterer Meilenstein bei der Behandlung von verengten Gefäßen.

'Das ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft', betont Michael Osberghaus, Geschäftsführer der Kliniken Oberallgäu. Im süddeutschen Raum werde eine solche Methode derzeit nur in München und Ulm angewandt.

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