Nahwärmenetz
Großes Interesse an einem Nahwärmenetz im Dorfkern von Missen-Wilhams

«Grundsätzlich sollte es in diese Richtung gehen», fasste Bürgermeister Hans-Ulrich von Laer am Ende die Diskussion zusammen. Aber eine Entscheidung, mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie den nächsten Schritt zu einem möglichen Nahwärmenetz im Dorfkern von Missen zu machen, hat der Gemeinderat von Missen-Wilhams verschoben.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion zur Energiewende in Deutschland bestehe keine Eile, eine solche Studie zu erstellen, stellte Dr. Maximilian Mayer fest: << Es wird in Zukunft mit Sicherheit neue Fördermodelle geben >>. Dieser Auffassung fügte keiner seiner Ratskollegen mehr etwas hinzu. Und so wurde das vorliegende Angebot zur Erstellung der Machbarkeitsstudie durch die österreichische Firma Energie-Comfort lediglich zur Kenntnis genommen.

Rentabilität steht infrage

12.500 Euro müsste die Gemeinde dafür ausgeben. Dafür würde vor allem auch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung erfolgen. Die Rentabilität eines Nahwärmenetzes steht durchaus infrage, denn: << Uns fehlen Großabnehmer >>.

Das Interesse an einem Nahwärmenetz hatte die Gemeinde bereits 2009 festgestellt: Auf die damals erfolgte Umfrage erhielt die Gemeinde von zwei Dritteln aller Hausbesitzer ein positives Signal. Rund 150 Gebäude könnten angeschlossen werden. << Der Bedarf ist eindeutig da >>, so das Fazit des Bürgermeisters. Für ihn ist auch klar: << Für ein solches Projekt brauchen wir viel Kompetenz von außen >>.

Die Firma Energie-Comfort scheint ihm ein guter Partner. Quasi vor der Haustür, in Oberstaufen, betreut das Unternehmen gemeinsam mit der Kommune ein Heizschnitzel-Kraftwerk. Ein solches könnte auch in Missen die Energie für die Nahwärme liefern. Denkbar sind neben einer zentralen Anlage aber auch mehrere Wärme produzierende Stellen. Die Anlage in Oberstaufen hatten die Gemeinderäte vor kurzem besichtigt: << Es überzeugt >> (von Laer).

In Betracht kommt der bebaute Bereich zwischen Schule und Freibad. Für von Laer wäre positiv, wenn auch die Investitionen für ein solches Projekt aus der Gemeinde kommen - << damit auch die Gewinne hier bleiben >>. Gerhard Vögel regte zum Schluss an, den aktuellen Istzustand beim Energieverbrauch in Missen-Wilhams durch das Energieteam erheben zu lassen.

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