Jahresversammlung
Gar kein Bedarf: Naturschützer kritisieren Flächenverbrauch der Stadt

Den Flächenverbrauch der Stadt Immenstadt scharf kritisiert hat bei der Jahresversammlung des Bund Naturschutzes (BN), Ortsgruppe Immenstadt, deren Vorsitzender Dr. Rolf Grebenstein. Dabei sei zu bedauern, dass im Leitbild der Stadt zwar «ein schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen, insbesondere auch im Flächenverbrauch» verankert sei. Konkret fehlten aber in der Bauleitplanung alle notwendigen Maßnahmen. Der BN sei in seinen Stellungnahmen einig mit der Regierung von Schwaben. Sie habe festgestellt, dass die Ausweisung von zusätzlichen Wohnbauflächen kaum durch den Bedarf aus der ortsansässigen Bevölkerung begründbar wäre. Und sie habe der Stadt empfohlen, eine Flächenbilanzierung zu erstellen. Die sei bis heute nicht erfolgt.

Insbesondere hat die Ortsgruppe gegen die zunehmende Zersiedlung argumentiert. Denn sie zwinge zu weiterem Individualverkehr. Umso mehr sei eine Förderung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs nötig.

Zu den Differenzen zwischen Stadt und BN über das Buddhismuszentrum bei Bühl habe es drei Treffen mit der Buddhismus-Stiftung Diamantweg gegeben. Entsetzt sei der BN, der sich bereits mehrfach kritisch zu den Bauvorhaben dort geäußert habe, dass sie offenbar plane, den Hang oberhalb des Alpsees für etwa 1000 Kleinzelte des Sommerkurses zu terrassieren.

Herausragende Entscheidung im vergangenen Jahr war aus BN-Sicht der Bürgerentscheid zur B308. Die Ortsgruppe sei froh, dass damit 30 Jahre Kampf gegen die Seetrasse und zuletzt die Nordtrasse zu Ende gegangen sind - auch wenn damit ebenfalls die stadtnahe Trasse abgelehnt wurde. Sie sei aus einem Vorschlag der BN-Ortsgruppe hervorgegangen und hätte eine Lösung der Verkehrsprobleme bedeutet, sind die Naturschützer überzeugt.

In der Natur standen Begehung in Moor- und Feuchtgebieten mit Martin Muth und die Amphibienaktion beim kleinen Alpsee im Vordergrund. Dem Amphibienschutz diente auch die Betreuung der Teiche am Weihergut.

Froh ist die Ortsgruppe, dass mit dem Alpseehaus in Bühl ein Zentrum für Umweltbildung entsteht. Der Bund Naturschutz betreibt dort die Ökostation Schwaben und zieht mit der Kreisgeschäftsstelle ein.(pm)

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2019