Freiwillig
Feuerwehrler retten 17 Menschen ndash 222 Einsätze

Was für eine Bilanz: 222 Einsätze leistete die Freiwillige Feuerwehr Sonthofen im vergangenen Jahr – über vier pro Woche. Das ist gegenüber 2010 eine Zunahme um 37 Prozent. Bei Bränden und technischen Hilfen retteten die Ehrenamtlichen 17 Menschen; für zwei kam jede Hilfe zu spät.

Viel Lob gab es da bei der Generalversammlung für die Aktiven nicht nur von Kommandant Andreas Kracker, sondern auch von Kreisbrandinspektor Joachim Freudig: 'Für einen KBI ist es gut zu wissen, eine gut ausgebildete Feuerwehr wie Sonthofen im Rücken zu wissen.'

'Stall voller Technik'

Es gebe genug Wehren mit einem Stall voller Technik, die damit nicht umgehen könnten. In Sonthofen, so Freudig stolz, sei das anders. Die Truppe setzt freilich nach dem Bericht von Kommandant Kracker auch intensiv auf Übungen und Fortbildungen.

Mit Blick auf das für eine freiwillige Wehr extrem hohe Einsatzaufkommen dankte Kracker ausdrücklich den Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter für Einsätze freistellen. Wie wichtig das ist, verdeutlicht eine aktuelle Feuerwehrkampagne mit Slogans wie 'Stell’ dir vor, es brennt und keiner löscht'.

Aktiv waren die Helfer nicht allein bei 69 Brandeinsätzen, 146 technischen Hilfeleistungen und sieben Sicherheitswachen. So half die Wehr, Sonthofens Sandsackbestand komplett zu erneuern (die alten Säcke waren mittlerweile porös). Intensive Vorbereitung erforderte der Narrensprung, weil sich vom Feuerwehrhaus wegen der Menschenmassen jeder Einsatz deutlich verzögert hätte.

Die Feuerwehr verlagerte daher gemeinsam mit anderen Organisationen Rettungskräfte zum Gymnasium. Eine Vorsichtsmaßnahme, die sich bewährte: Die Wehr rückte zu einem Kellerbrand aus und rettete einen Menschen.

Aktiv ist auch das Vereinsgeschehen in der Sonthofer Wehr: Die Floriansjünger sind mit Fahnenabordnungen bei Veranstaltungen dabei, treiben Sport und pflegen das Miteinander. Und sie bessern mit Flohmärkten und Würstchenverkauf die Kasse auf. Damit sowie den Spenden konnten die Helfer fast 9400 Euro eigenes Geld in Geräte und Material stecken. So wies denn auch Kassier Gerhard Herrmann eine solide Kassenlage vor.

'Eigentlich unvorstellbar'

Dank im Namen aller Einwohner zollte bei der Versammlung Bürgermeister Hubert Buhl. Er lobte die aktive Geldbeschaffung der Feuerwehrler ebenso wie die beeindruckende Leistungsbilanz und die erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Eine vernünftige Ausrüstung der Helfer sei auch für die Sicherheit der ehrenamtlichen und ihre Motivation wichtig.

'Was sie in der Summe leisten, ist eigentlich unvorstellbar, betonte Vize-Landrat Anton Klotz und dankte für die große Bereitschaft, sich in der Wehr zu engagieren und in Notfällen auszurücken.

Internet: www.feuerwehr-sonthofen.de

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