Feuer
Erneut brennt es in Missen-Wilhams: Dieses Mal am Hirnbeingut

Schon wieder Feuer in Missen-Wilhams: Nachdem eine Nacht zuvor die Jugetalpe in Flammen gestanden war (wir berichteten) hat es am frühen Freitagmorgen neben dem Maienhof in Unterwilhams gebrannt. Die Polizei sieht allerdings keinen Zusammenhang: Bei der Berghütte sei mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem technischen Defekt als Ursache auszugehen, sagt Polizeisprecher Sven-Oliver Klinke. Auch Feuerwehr-Kommandant Helmut Hold und Bürgermeister Hans-Ulrich von Laer - ihm gehört das Hirnbeingut - sind sich einig: «Wir glauben an einen dummen Zufall.»

<< Das kann ja wohl nicht wahr sein >>, denkt sich Hold, als es erneut mitten in der Nacht piepst. Um kurz nach 1 Uhr treffen seine Mannschaft und die Kollegen aus Immenstadt, Weitnau und Sibratshofen am Maienhof ein. Der Wirtschaftsteil des ehemals landwirtschaftlichen Gebäudes brennt lichterloh, die Flammen haben bereits auf den angrenzenden Wohntrakt übergegriffen.

Den Bewohnern gelingt es selbst, das Gebäude rechtzeitig zu verlassen. Eine Person wird wegen des Verdachts auf eine Rauchvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Die Floriansjünger retten darüber hinaus ein Pferd.

Das Feuer ist kilometerweit zu sehen. Zahlreiche schwere Löschfahrzeuge stehen auf der Straße vor dem großflächigen Anwesen. Etwa 120 Feuerwehrleute - teilweise verdecken Atemschutzmasken ihre Gesichter - eilen auf und ab. Kurz und knapp gibt der Einsatzleiter seine Anweisungen. Die Generatoren rattern. Wo Wasser aus den zahlreichen Schläuchen auf den Asphalt spritzt, bildet sich binnen weniger Minuten Glatteis, das die Arbeit für die Einsatzkräfte erschwert.

Von allen Seiten bearbeiten die Feuerwehrleute die Flammen. Während der Stadel bis auf die Grundmauern niederbrennt, bekommen sie den Brand am angrenzenden Wohntrakt unter Kontrolle. << Dank einer Brandschutzwand waren die beiden Wohnungen nicht direkt vom Feuer betroffen. Das Dach aus Holz und der obere Teil des Gebäudes sind zerstört >>, berichtet Besitzer von Laer im Nachhinein.

Im unteren Bereich sei zudem Löschwasser eingedrungen.

Mehrere 100000 Euro Schaden

Als keine Flammen mehr am Gebäude zu sehen sind, untersuchen Feuerwehrleute auf Kränen das Dach nach weiteren Glutnestern, indem sie es vorsichtig an einzelnen Stellen abdecken. Weil die Brandstelle zu heiß ist, können die Ermittler der Polizei erst gegen Mittag die Untersuchungen aufnehmen. << Insgesamt entstand ein Schaden von mehreren 100000 Euro >>, schätzt Polizeisprecher Klinke. Im Gebäude waren mehrere alte und wertvolle Autos untergestellt. Zur Brandursache kann Klinke aber noch nichts Genaueres sagen.

Die Mieter kommen von Laer zufolge bei Freunden und Bekannten unter. Schlimm erwischt habe es auch einen Gewerbebetrieb im Nebengebäude des Maienhofs: Dessen Lagerfläche mit Altmöbeln sei von den Flammen vernichtet worden, ebenso habe das Löschwasser die Werkstatt darin massiv beschädigt.

Der Tag danach: Der Wirtschaftsteil des ehemals landwirtschaftlichen Gebäudes neben dem Maienhof (ganz links) ist völlig zerstört. Foto: Klaus Kiesel

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