Kreisstraßen
Erhebliche Schäden auf Oberallgäuer Straßen nach dem Winter

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Verbogene Leitplanken, Frostaufbrüche, beschädigte Stützmauern, eine neue zu sichernde Felswand, Rutschungen und mehr – erhebliche Schäden an den Straßen hat der Winter 2011/2012 dem Landkreis beschert. Christoph Wipper, Tiefbauchef im Landratsamt, rechnet mit Kosten von 100 000 bis 200 000 Euro, um die wichtigsten Dinge zu beheben. Im Kreisbauausschuss sprach Vize-Landrat Anton Klotz (CSU) von 'gewaltigen Herausforderungen'. Dies auch, weil der vergangene Winter mit 1,03 Millionen Euro weit höhere Kosten für die Räum- und Streudienste verursachte als die Wintersaison 2010/2011 (850 000 Euro).

Vor allem in höheren Lagen habe man einen sehr strengen Winter hinter sich. Von Oktober bis Mitte April hatten die Straßenmeistereien in Sonthofen und Kempten 308 Einsatztage (282 waren es im Winter 2010/2011). Und laut Michael Stetter von der Straßenmeisterei Sonthofen kommen bis 1. Mai noch einige Tage dazu: Auch in dieser Woche war der Winterdienst beispielsweise in Oberjoch und am Riedbergpass gefordert.

Wie die Bauhöfe im Ostallgäu die Schlaglöcher auf den Straßen flicken sehen Sie hier in einer Wochenend-Reportage von all-in.de.

Erheblich länger unterwegs waren die Männer des Winterdienstes, um mit Schleudern und Fräsen Schnee wegzuschaffen. Der Zeitaufwand dafür stieg von 332 auf 708 Stunden – und das speziell im südlichen Oberallgäu. Dort hatte der Winterdienst mehr mit den Schneehöhen zu kämpfen, im nördlichen Landkreis eher mit Verwehungen und Glätte.

Mitte Februar erforderte es starker Schneefall, Kreisstraßen rund um die Uhr zu räumen, um sie befahrbar zu halten. Einige Abschnitte wurden wegen Lawinengefahr und abgegangener Schneebretter sogar zeitweise gesperrt.

Kostentreiber waren auch die um bis zu 39,5 Prozent gestiegenen Salzpreise. Das Problem treffe ebenso die Kommunen, betonte Vize-Landrat Klotz. Eine Lösung wäre es, mehr Salz im Sommer zu kaufen, wofür allerdings Salzlager nötig sind.

Die Kommunen sind auch in anderer Hinsicht gefordert. Laut Stetter fehlen dem Winterdienst des Landkreises Schneelagerplätze vor Ort. Er will nun den Sommer über mit den Kommunen Lösungen suchen – oder sie andernfalls an den Frachtkosten beteiligen, muss der Kreis den Schnee über größere Strecken abtransportieren.

Schneehöhe am Computer prüfen

Begeistert zeigte sich Stetter von installierten Glättemeldeanlagen und Kameras. Sie ermöglichen es den Verantwortlichen, sich jederzeit am Computer ein Bild von der Lage zu machen und gezielt Räumdienste auf den Weg zu schicken.

Das spare Zeit und Personal, weil so weniger Wettermelder tatsächlich mit dem Auto durch den Landkreis kurven müssen. Noch auf Wettermelder setzt die Straßenmeisterei Kempten laut Günther Bausch in Wertach und im Kreuzthal (Buchenberg).

Wie die Bauhöfe im Ostallgäu die Schlaglöcher auf den Straßen flicken sehen Sie hier in einer Wochenend-Reportage von all-in.de.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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