Kritik
Dorfplatz lädt nicht zum Verweilen ein

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Als vor über zehn Jahren die Idee eines Dorfplatzes vor dem Gasthof Hasen in Waltenhofen aufkam, war Herbert Konrad begeistert. «Man sollte dort am Brunnen Brotzeit machen können, hieß es. Doch wenn ich sehe, wie sich das jetzt entwickelt hat, dann stinkts mir,» wetterte der Waltenhofener bei der Mobilen Redaktion der AZ vor wenigen Tagen im Gasthof Krone. Auf dem von der Gemeinde gepflasterten Dorfplatz rund um den Dorfbrunnen parken Autos, an ein gemütliches Picknick am Dorfbrunnen ist nicht zu denken.

Waltenhofens Rathauschef Eckhard Harscher erinnerte an die Entscheidung des «vorvorletzten Gemeinderats» vor rund elf Jahren, ein Seniorenheim auf der anderen Seite der damaligen B 19 hinter dem Gasthof Hasen zu bauen, dort wo die damalige Eigentümerin, die verstorbene Inge Kuen, auch Parkplätze für die Besucher des Gasthauses zur Verfügung gestellt hatte. Die Gemeinde bekam das Grundstück und verpflichtete sich im Gegenzug den Dorfplatz vor dem Gasthof-Eingang herzurichten. Ein Privatmann spendete für den Platz darüber hinaus einen Brunnen. In einer Vereinbarung wurde laut Harscher geregelt, dass die Gemeinde das Gelände für fünf Veranstaltungen im Jahr nutzen darf.

Zwar sei besprochen worden, dieses Areal vor dem Gasthof möglichst nicht als Parkplatz zu nutzen, aber, so Harscher, «ein Parkverbot wurde nirgendwo installiert, es gibt darüber keine schriftliche Vereinbarung.»

Auch Harscher findet, dass es ein «schlechtes Bild» gibt, wenn viele Autos um den Dorfbrunnen herum parken. Mit dem neuen Besitzer sei vereinbart worden, das Areal mit einer rotweißen Kette einzugrenzen, damit nur noch Fußgänger durchkönnen, aber keine Autos mehr.

Pfosten sind bestellt

Wann soll das aber nun tatsächlich passieren?, fragen sich die Bürger vor Ort. «Es muss frostfrei sein,» antwortet auf AZ-Nachfrage Georg Schweier vom Bauamt der Gemeinde Waltenhofen. Die Pfosten seien bereits bestellt. Spätestens Mitte März soll die Umrandung stehen und Gasthofbesucher am Parken vor dem Hasen-Eingang gehindert werden.

Nördlich des Gasthof Hasen, so wies Harscher hin, gebe es von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Parkplätze.

 

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