Familien-Freizeit (4)
Diese winterliche Schnitzeljagd gefällt auch Tieren

An den Festtagen auch zu viele Plätzchen vernascht? Na, dann nichts wie raus in den Schnee, rät Tagesmutter Dorothée Anders. Sie betreut in Immenstadt vor allem Kleinkindern. Ihre winterliche Schnitzeljagd, die sie im vierten Teil unserer Familien-Freizeit-Serie vorstellt, eignet sich aber natürlich auch für größere «Knirpse». Und: Spaß daran haben nicht nur Kinder und Erwachsene, sondern auch Wildtiere. Diese Schnitzeljagd mit essbarer Fährte im Schnee, an deren Ende man dann die wiedergefundenen Spuren für die Waldtiere hinlegt, geht so:

Das braucht man

Zunächst einmal wird daheim gesammelt, und zwar alles Mögliche an trockenen Brotkanten, Nüssen, Kernen, Möhren, Samen, eventuell übrig gebliebenes Heu aus der Krippe. «Bitte keine süßen Sachen verwenden», sagt Anders. Jede Gruppe zählt dann, wie viele Sachen sie zum Auslegen hat und schreibt die Zahl auf einen Zettel, der mitgenommen wird. Toll wäre es, wenn noch heißer Früchtepunsch oder Tee und eine Brotzeit vorbereitet werden. «Nach all dem Süßem über die Feiertage schmeckt ein Käsebrot wunderbar», findet die Tagesmutter.

Dann eine schöne, kurze Geschichte einpacken und Medaillen oder Preise für den besten Fährtensucher oder größten Tierfreund organisieren.

Los gehts

Alle Teilnehmer in zwei Gruppen aufteilen. Bei kleinen Kindern wird ein Zielort vereinbart, bei größeren lässt man sich überraschen, wo die Spur hinführt. Die erste Gruppe bekommt einen Zeitvorsprung und läuft durch den Schnee in Richtung Wald. Dabei legt sie immer wieder mal Essbares aus, als Hinweis, wo sie langgeht.

Die zweite Gruppe folgt nach einer vereinbarten Zeit und versucht, alles, was die erste Gruppe ausgelegt hat, wieder aufzusammeln. «Man darf die Ersten ruhig sehen, denn es kommt ja darauf an, möglichst alle Köder zu finden.» Bei jüngeren Kindern sei es auch besser, in Sichtweite zu bleiben.

Am Ziel

An einem hübschen Platz trifft man sich und zählt die gefundenen Köder. Sieger ist die Gruppe mit den meisten wiedergefundenen Ködern. Diese werden anschließend an einem geschützten Platz als Weihnachtsgeschenk für die Tiere im Wald ausgelegt.

Gemeinsam baut man dann eine Schneelaterne. Die entsteht entweder aus vielen Schneebällen, die aufeinander gestapelt werden. Oder sie wird igluähnlich errichtet. Dann kommen Kerzenreste vom Adventsgesteck oder Christbaum in die Laterne. «Ein Teelicht tut es aber auch», sagt Anders. Anschließend werden der heiße Kinderpunsch oder Tee und die Käsebrote ausgepackt und gemeinsam verspeist. Zum Schluss wird die mitgebrachte Geschichte vorgelesen. Dorothée Anders nimmt gerne «Bald ist Weihnachten» von Astrid Lindgren mit. «Das ist kurz genug, um nicht festzufrieren.»

Unterschiedliches Alter

Das Spiel eignet sich laut der Tagesmutter für unterschiedliche Altersstufen. Es lässt sich nämlich ein wenig variieren. Mit sehr kleinen Kindern wird die Fährte deutlich hingelegt. Sonnenblumenkerne kann man beispielsweise in kleine rote Säckchen verpacken, damit sie auch wirklich auffallen. Je älter die Kinder sind, desto schwieriger dürfen die Dinge zu finden sein.

Sind die Kinder unterschiedlich alt, ist auch das kein Problem. Dann kann der Vater mit den Älteren vorgehen und die Fährte legen, während kleine Kinder mit der Mutter die Fährten suchen.

 

Dorothée Anders erklärt im vierten Teil unserer Familien-Freizeit-Serie ein Suchspiel, das man im Wald - notfalls auch in einem großen Garten - unternehmen kann. Vieles, was vom Weihnachtsfest übrig geblieben ist, wird in einer Schnitzeljagd ausgelegt: Erdnüsse, Walnüsse, Karotten oder Kürbiskerne. Die Kinder Julia (gelber Anorak) und die fast zweijährige Johanna helfen der Tagesmutter dabei. Foto: Charly Höpfl

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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