Porträt
Die Waltenhofener Autorin Eva-Maria Dörr-Schratt (53) hat einen neuen Roman veröffentlicht

Die Faszination für Geschichten, fürs Lesen und Schreiben bekam sie seit ihrer frühesten Kindheit von ihrem Vater mit auf den Weg.

In der dritten Klasse schon schrieb sie ihren ersten Roman ,,Die schwarze Hand greift ein". Seitdem hat Eva-Maria Dörr-Schratt nicht mehr aufgehört mit dem Erfinden von Geschichten und Gedichten, mal für den privaten Bereich, mal für die Öffentlichkeit. Jetzt hat die hochmotivierte Autorin das Buch ,,Raureif" geschrieben, einen Roman, der in spannender Weise ein Mädchen auf der Entdeckungsreise zu sich selbst begleitet.

Geschrieben hat die Frau mit den strahlenden blauen Augen und der Stoppelfrisur eigentlich ,,schon immer" - parallel zu ihrer Schulzeit, ihrer Tätigkeit als Erzieherin, ihrem Dienst als Gemeindereferentin und während ihrer Familien-Phase. ,,Die Begegnungen mit den Menschen inspirieren mich immer wieder aufs Neue, sind für mich eine Quelle unerschöpflicher Fantasie", sagt die 53-jährige Religionslehrerin, die in Waltenhofen lebt. ,,Wofür sollte Sprache gut sein, wenn sie nicht der Kommunikation dient?"

Diese Liebe zur Sprache hat sie von ihrem Vater Dr. Erhard Dörr, dem im vergangenen April gestorbenen Pädagogen und Theaterkritiker. Schon 1980 gewann sie beim Bayerischen Rundfunk einen Sonderpreis zum Thema ,,Pädagogen in eigener Sache - Notizen aus der Praxis".

Danach veröffentlichte sie einige Kurzgeschichten und Lyrik. Der Sonderpreis des GP-Magazins 1993 für die Kurzgeschichte ,,Schwarze Magie" gab ihr einen weiteren Motivationsschub. Es folgten erste Kinderbücher von ,,Angelo" (1996 und 1998). Für ihren Schulhof-Engel ging sie in der ganzen Bundesrepublik auf Lesereise und steckte unzählige Kinder mit ihrer Leselust an.

Ab 2000 arbeitete Dörr-Schratt an einer ganzen Reihe von Anthologien im Ursus-Verlag (Bad Hindelang) mit. ,,Für mich war das Kennenlernen anderer Autoren ein wichtiger Prozess. Außerdem waren die launigen Lesungen eine echte Bereicherung", erinnert sich die Schriftstellerin. Schreiben - das ist für sie Hingabe mit Herzblut, ausgedrückt in Buchstaben.

Bei ihren Geschichten geht es der Autorin nicht allein um die kurzweilige Unterhaltung. Stets ist ihr auch die Weitergabe einer Botschaft wichtig. ,,Meine Erzählungen sollen zum Nachdenken anregen", sagt Dörr-Schratt.

Eine junge Frau entwickelt sich

Ihr neues Buch ,,Raureif" ist gleichfalls so angelegt. Hier steht der Ausdruck ,,Raureif" für die Persönlichkeitsentwicklung einer jungen Frau, die sich nach einem familiären Schicksalsschlag der Welt verweigert. Als sie nach einem Unfall im Koma liegt, begegnet sie in einer spannenden, fiktiven Reise sich selbst. ,,Dabei geht es um Spiritualität, Glauben an sich selbst, einem Thema, das Jugendliche oft wenig reflektiert haben", weiß die Autorin.

Auf den Buchmessen im Oktober in Frankfurt und im November in Wien stellt sie ihren Roman vor. Und natürlich schreibt sie schon längst an einem neuen Buch.

Eva-Maria Dörr-Schratt: Raureif. August-von-Goethe-Literaturverlag. 143 Seiten, 13,80 Euro.

Hat einen neuen Roman mit dem Titel ?Raureif? geschrieben: Eva-Maria Dörr-Schratt. Foto: Rohlmann

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