Jubiläum
Die Schule in Missen will niemand missen

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Schulleiterin Andrea Walser betonte es immer wieder: Nicht nur geografisch steht die Schule in Missen mitten im Dorf. «Sie ist auch nach 100 Jahren als Bildungseinrichtung mit Leben erfüllt». Und das zeigten die derzeit 71 Kinder beim Schulfest mit Theaterstücken, Referaten, Spielen und Gesang. Anlässe zum Feiern gab es genug: Einerseits ein Jubiläum - andererseits den Abschluss der energetischen Sanierung.

Eine Schule in Missen gab es schon lang, doch 1910 war klar, dass ein neues Gebäude erstellt werden sollte. Wann genau es fertiggestellt wurde, das ist den Aufzeichnungen nicht mehr zu entnehmen. «Es mag wohl 1912 gewesen sein», so Andrea Walser. Weil das aber niemand mehr genau weiß, wurde jetzt das 100-jährige Bestehen des Schuljahres gefeiert - «aber vielleicht sind es auch erst 99 oder schon 101 Jahre». Vor einem Jahrhundert hatte das Schulhaus gerade einen Saal und eine große Lehrerwohnung im ersten Stock. «Noch bis 1989 bewohnte in der Regel der Schulleiter diese Wohnung und führte alle Hausmeisterarbeiten gleich mit aus», berichtete die Schulleiterin während der Feierstunde im Schäfflersaal.

Noch vor dem Zweiten Weltkrieg wurde der große Schulraum zweigeteilt, um die Klassen 1 bis 4 und 5 bis 8 getrennt unterrichten zu können. Bis 1968 habe es im Gemeindegebiet vier selbstständige Schulen (in Wilhams, Wiederhofen, Börlas und Missen) gegeben. Sie wurden nach und nach aufgelöst, die Schüler der Klassen 5 bis 9 besuchten in der Folge die Hauptschule in Immenstadt. Komplett umgebaut wurde die Missener Schule 1989/90. Seither hat jede der vier Schulklassen ihr eigenes Zimmer. «Jahrgangskombinierte Klassen hat es seit vielen Jahren nicht mehr gegeben», erinnerte sich Andrea Walser. Aber: «Wer weiß, was in den nächsten Jahren a

uf uns zukommt».

«Fundament für das Miteinander»

Bürgermeister Hans-Ulrich von Laer unterstrich, dass das Gebäude bauliche wie gesellschaftliche Änderungen überstanden habe und hier ein «behütetes Aufwachsen» und ein «individuelles Eingehen auf Bedürfnisse» möglich seien. Die Schülerzahlen entwickeln sich «nicht rosig». Dennoch bestehe keine akute Sorge um den Bestand der Schule. Durchaus überlegen müsse sich die Gemeinde aber eine Änderung ihrer Zuzugspolitik. Die Grundschule im Dorf sei ein «wichtiges Fundament für das Miteinander im Dorf». Die kleine Schuleinheit sei für die Eltern beruhigend, stellte Elternbeiratsvorsitzende Marianne Müller heraus. «Die Lehrer sind greifbar, es geht persönlich zu». Entsprechend hoffe man, dass dies noch möglichst lange erhalten bleibe.

Wie die Missener Grundschule für die Zukunft gerüstet ist, konnten sich die Besucher selbst anschauen: Bis hin zum Computerraum im Dachgeschoss ist sie modern ausgestattet und inmitten des Dorfes von einem Schulhof umgeben, der zugleich Spiel- und Gartenfläche ist.

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