Alpsee
Die Alpsee-Grünten Tourismus GmbH hat ein neues Zukunftskonzept

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Der Tourismusverbund Alpsee-Grünten hat Zukunft. Darüber sind sich Bürgermeister, Gästeamtsleiter und Vertreter der örtlichen Tourismusvereine einig: Gestern verabschiedete die Gesellschafterversammlung einstimmig ein «Zukunftskonzept» für die Alpsee-Grünten Tourismus GmbH (AGT). Und sie empfahl den Räten der beteiligten Orte Sonthofen, Immenstadt, Blaichach, Burgberg und Rettenberg, das Konzept abzusegnen. Auch Immenstadts Bürgermeister Armin Schaupp, der noch im März einen Ausstieg der Stadt aus der AGT erwogen hatte, stimmte den Plänen zu.

Auf gut eine Million Übernachtungen kommen die fünf Orte gemeinsam. So spielen sie statt als einzelne Kleine im Allgäu gemeinsam bei den Großen mit. Was bisher fehlte, war eine schlagkräftige Organisation mit klarer Struktur. Über den weiteren Weg war man uneins, für die Immenstädter Ausstiegsüberlegungen gab es in der Sache Verständnis, aber scharfe Kritik am Stil und Umgang mit den Partnern. Nach einem knappen Stadtratsbeschluss, in der AGT zu bleiben, raufte man sich Mitte März zusammen. Die AGT wurde beauftragt, ein Zukunftskonzept zu erstellen. Das trug Kathrin Dürr, Gästeamtsleiterin in Blaichach und stellvertretende AGT-Geschäftsführerin, gestern in Blaichach vor, überzeugte mit ihrem Vortrag und fand einhellige Zustimmung; << Da können wir vorbehaltlos ja sagen >>, erklärte beispielsweise Immenstadts Tourismusvereinsvorsitzende Christine Sinz.

Jetzt sind die Ratsgremien gefragt. In Immenstadt stand das Thema bereits am Donnerstagabend auf der Tagesordnung.

Positionierung und Profil: Die Ferienregion nutzt die Allgäu GmbH als Marketing- und Vertriebspartner, sie übernimmt deren << Erlebnisraum >>-Konzept. Eine Beteiligung an entsprechenden Werbekampagnen ist aus Kostengründen nur im Verbund möglich. Die AGT bietet dem Gast drei Erlebnisräume: Den Grünten, den Naturpark Nagelfluhkette und das Illertal mit den Allgäuer Hochalpen. Sie präsentiert sich als Portal zu diesen Bereichen, als Genussregion mit echten Produkten und gelebtem Brauchtum.

Organisation: Statt wie bisher einen der Gästeamtsleiter als Geschäftsführer zu bestellen, soll es künftig einen << neutralen >> Geschäftsführer geben, der sich ohne Doppelfunktion auf seine Aufgabe konzentriert. Für eine Assistenz wird eine Teilzeitstelle geschaffen. Die Aufgabenverteilung zwischen Geschäftsführung und Gästeämtern wird klar definiert. Die Leiter und Leiterinnen der Gästeinformationen übernehmen als << Geschäftsfeldmanager >> innerhalb der AGT Führungsfunktionen für die Themen << Wandern >>, << Rad/Bike >>, << Winter >>, << Gesundheit >> und << Familie >>.

Finanzierung: Laut dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Blaichachs Bürgermeister Otto Steiger, hat die AGT geprüft, ob die neue Struktur über eine Erhöhung der Kurtaxen finanziert werden muss. Das Ergebnis: Die neuen Posten können aus den Umlagen der Gemeinden finanziert werden.

Ob man später für die eine oder andere Aktivität weiteres Geld brauche, müsse man diskutieren. So empfahl Tourismusprofessor Alfred Bauer, für Marketingmaßnahmen << noch etwas draufzusetzen >>. Schaupp wies aber darauf hin, dass die Orte für die Entwicklung der Erlebnisräume Geld in die Hand nehmen und auf zusätzliche Belastung nicht scharf seien. Wenn man mehr Mittel brauche, so Sonthofens Rathauschef Hubert Buhl, müssten diese jedenfalls aus den Kurbeiträgen kommen.

Buhl und Steiger legten Wert auf eine << nachhaltige >> Entscheidung: In allen fünf Orten müssten jetzt Beschlüsse fallen. << Wenn man dann ja sagt, ist das die Entscheidung für die Zukunft >>, forderte Buhl Verlässlichkeit aller Partner ein.

Rund um Alpsee und Grünten will man auch künftig touristisch an einem Strang ziehen: Ein neues Organisations- und Zukunftskonzept hat die Gesellschafterversammlung der Alpsee-Grünten Tourismus GmbH mit den Bürgermeister und Tourismusvereinsvorsitzenden der fünf Gemeinden einstimmig auf den Weg gebracht.

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