Großveranstaltungen
Die Allgäu GmbH soll über Zuschüsse entscheiden

Einen neuen, Erfolg versprechenden Weg könnte es mittelfristig bei der Finanzierung besonderer Großveranstaltungen geben: Die Grünen-Kreistagsfraktion hat beantragt, die Entscheidung über Zuschüsse für herausragende Veranstaltungen mit überregionaler Bedeutung und entsprechende Einrichtungen an die Allgäu GmbH zu übertragen.

Im Oberallgäuer Kreisausschuss fand die Idee Wohlwollen. Landrat Gebhard Kaiser will nun auf Allgäu-Ebene verhandeln. Den Auftrag dazu gaben ihm die Kreisräte nach kurzer Diskussion einstimmig.

Um Zuschüsse - etwa zu großen Skisport-Wettkämpfen - gab es im Oberallgäuer Kreistag und seinen Ausschüssen seit Jahren immer wieder kontroverse Diskussionen. Speziell von Grünen-Seite wurde unter anderem argumentiert, man müsse die Finanzierung solcher Veranstaltungen auf breitere Beine stellen. Beispielsweise Vermieter über ein Bettenzehnerl einbinden, aber eben auch andere Betriebe, die vom Tourismus profitieren. Davon ist im aktuellen Antrag zwar keine Rede, aber um solche Detailfragen geht es im Moment auch gar nicht.

Das Ziel sei, über die Vergabe der Zuschüsse besondere Veranstaltungen in die Tourismus- und Standortstrategie der Allgäu GmbH einzubetten. So begründete Ulrike Hitzler, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, den Antrag im Kreisausschuss. Über ein Gesamtkonzept könne man den optimalen Nutzen für die Marke Allgäu erreichen und noch verfügbares Potenzial ausschöpfen. Was plausibel klingt: Ziehen auf Allgäu-Ebene alle an einem Strang, lässt sich unterm Strich weit mehr für die Region erreichen. Gemeinsam ließe sich der Wintersport ebenso schlagkräftig als Werbeplattform nutzen wie andere Veranstaltungen - sei es nun Radeln im Ostallgäu oder Wassersport am Bodensee.

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