Diakonieverein
Diakonieverein: Pflegekräfte immer schwerer zu finden

Der Diakonieverein Oberallgäu hat einen neuen Vorsitzenden. Die Mitgliederversammlung ernannte dazu Pfarrer Gerhard Scharrer. Nachdem Vorgänger Pfarrer Thomas Löffler das Allgäu aus beruflichen Gründen verlassen hatte, erhielt das Amt kommissarisch Stellvertreterin Eva Porzig.

Der Verein hat rund 400 Mitglieder. Seine hauptsächliche Aufgabe liegt seit dem Zusammenschluss der Pflegedienste von Diakonie und Caritas zur Sozialstation im Bereich der gesetzlichen Betreuungen.

Der Geschäftsführer der Sozialstation berichtete über die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre seit dem Zusammenschluss und über das abgelaufene Jahr: Laut Uwe Hardt ist die Sozialstation durchaus ein Erfolgsmodell. Im kurzen Abriss der Geschichte erzählte er vom gemeinsamen Startkapital mit 90 000 Mark und einem 200 000-Mark-Defizit am Ende des Gründungsjahres.

Die verheerende Situation habe an vielen unplanbaren Umständen gelegen. Nach fünfjähriger Durststrecke habe man zuletzt nur positive Zahlen produziert.

350 Patienten versorgt

Im Vorjahr versorgte die Sozialstation 350 Patienten zwischen Oberstdorf, Oy, Oberstaufen und Bad Hindelang. 2,8 Millionen Euro stark ist der Haushalt, wobei 1,7 Millionen Euro auf die ambulante Pflege entfielen – eine Million Euro auf den pflegerischen Einsatz, über 500 000 Euro auf Fahrzeiten und 200 000 Euro auf organisatorische Aufgaben. 700 000 Euro aus dem Etat flossen ins 22-Betten-Pflegeheim St. Hildegard in Sonthofen.

Der Rest diente unter anderem für Essen auf Rädern und Haushaltshilfen. Es werde immer schwieriger, Arbeitskräfte im Pflegebereich zu finden. Der Dienst sei finanziell wenig reizvoll, belaste jedoch enorm. Künftig könne es unter Umständen Engpässe in der Versorgung geben, weil es an Pflegekräften mangle.

Reinhard Foltin, Geschäftsführer des Diakonievereins, erläuterte die Struktur des Vereins und berichtete über Hauptaufgaben des Betreuungsvereins: Die Mitarbeiter kümmern sich um 82 zu Betreuende. 44 davon seien mittellos und lebten zu Hause, 21 in Heimen.

'Vermögend' und im eigenen Haus seien sieben zu Betreuende, zehn im Heim. Laut Foltin steigt der Anteil psychisch Kranker, vor allem junger Menschen. Der Betreuungsverein bietet auch Beratungen zu Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung.

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