Schwarz-Weiß-Ball
Der Applaus ist ihr Geschenk

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Sie hüpfen zur Musik von Pippi Langstrumpf, stemmen die Hände in die Hüfte und lachen - denn Tanzen macht Spaß. Das ist den «Krümeln», den ganz kleinen Gardemädchen der Sonthofer Fasnachtszunft (SFZ) deutlich anzusehen. Die drei bis fünf Jahre jungen Tänzerinnen hatten vergangenen Samstag beim Schwarz-Weiß-Ball im Haus Oberallgäu in Sonthofen ihren ersten Auftritt überhaupt.

Dass sie die Herzen der Besucher im Sturm eroberten, ist sonnenklar. Und auch die etwas ältere Kindergarde zauberte dem Publikum mit ihrer getanzten Reise durch Europa ein Lächeln ins Gesicht. Beim Can-Can flogen die Röcke der Mädchen, bei bayerischer Musik ihre Zöpfe. Später wirbelten Tanzmariechen Lea Hrdina sowie die Blaue und die Rote Garde Rad schlagend, in den Spagat springend und natürlich Beine schwingend über die Bühne. Beim Schwarz-Weiß-Ball zeigt die SFZ traditionell, was sie kann - und was ihr wichtig ist. Sie zeichnet dabei jedes Jahr Künstler aus, die sich beispielhaft für soziale Zwecke engagieren. So stand an diesem Abend der Sonthofer Chor «Wir 18» im Mittelpunkt.

Keine Gagen

Alle Mitglieder der Showtruppe kassieren keine Gage. «Es ist so ein Geschenk, auf der Bühne zu stehen und den Applaus zu genießen - dafür braucht man kein Geld», sagte der künstlerische Leiter von «Wir 18», Helmut Rothmayr im Gespräch mit SFZ-Präsident Gerd Rüben. Stolze 170000 Euro hat «Wir 18» laut Rothmayr in den vergangenen 39 Jahren der Kinderhilfe zur Verfügung gestellt. Dafür bekam der Gründer der überregional bekannten Musicaltruppe mit Sitz in Altstädten von Sonthofens Bürgermeister Hubert Buhl das «Kreuz des Südens» überreicht.

1111 Euro fürs Kinderhospiz

Neben dem Orden gab es auch einen mit 1111 Euro dotierten Scheck, den Mitglieder der SFZ gesponsert hatten. Den steckt «Wir 18» gleich wieder in die Kinderhilfe. Das Kinderhospiz in Bad Grönenbach soll das Preisgeld erhalten.

Klar, dass «Wir 18» auch singt, wenn Rothmayr auf der Bühne steht. Gespielt improvisiert trommelte er Manuela Hrdina, Bernd Schneider, Andrea Buhl und Roland Maier zusammen. Sie sangen erst sich ein Ständchen, dann der SFZ - und ließen das Publikum die Fasnachtszunft im Refrain mitfeiern.

Zunftmeisterpaar

Besonders gut gelaunt: Das zuvor inthronisierte Zunftmeisterpaar Jochen und Christa Wawersich. Sie eröffneten die erste Tanzrunde und stellten die Faschingssaison der SFZ unter das Motto «Leben lieben - Feste feiern». Und genau das tat das tanzwütige Publikum zu den Klängen der Band «First Class». Man drehte sich im Walzertakt, kam beim schwungvollen Jive außer Puste und amüsierte sich in den Tanzpausen über Büttenrednerin Gisela Marks und das Männerballet.

Und so gefror den Ballbesuchern das Lächeln erst, als sie sich in Abendgarderobe bei zehn Grad Minus und kälter auf den Heimweg machten.

 

 

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