Konzept
Den Sonthofenern werden immer mehr fair gehandelte Waren schmackhaft gemacht

Die Stadt Sonthofen ist es, das Allgäu soll es werden: bio, regional und fair. Darin waren sich die Experten und Teilnehmer einer Gesprächsrunde der Regionalentwicklung Oberallgäu in der Fairtrade-Stadt einig. In Sonthofen werden den Bürgern mehr und mehr (Bio-) Produkte aus der Region und fair gehandelte Waren aus südlichen Ländern schmackhaft gemacht. «Allgäuer Milch trifft Kaffee aus Afrika», brachte Petra Wilhelm von der Stadt das Konzept auf den Punkt. Bis sich die Idee allerdings im gesamten Allgäu festgesetzt haben wird, «braucht man einen sehr langen Atem», meinte Vizelandrat Heinz Möschel.

Auch sein Amtskollege Anton Klotz zeigte sich skeptisch. Die meisten Deutschen möchten nach einer Umfrage möglichst kostengünstig einkaufen. Große Lebensmittelmärkte bestimmten zu 80 Prozent Handel und Preis.

Es gehe darum, << die Regionalität zu spielen >>. Man könnte zum Beispiel Gemeindeverwaltungen dazu aufrufen, sich nach dem Vorbild der Kreisstadt für regionale und fair gehandelte Produkte einzusetzen. << Sonthofen ist in dieser Region ein Motor >>, bestätigte Vizebürgermeister Harald Voigt. Und Theo Haslach, zweiter Vorsitzender der Regionalentwicklung, meinte lakonisch: << Gut gspickt ist auch gut gschafft. >>

Fürs << Spicken >> kann die südlichste Fairtrade-Stadt Deutschlands einige << Zettel >> bereitlegen. Petra Wilhelm, Initiatorin der Kampagne, zählte auf: Der Stadtrat trinkt nur noch fair gehandelten Kaffee, Tee oder Orangensaft, zum zweiten Mal wurde vor Kurzem ein bioregionaler Markt durchgeführt, an den Schulen wird << faires >> Kochen gelehrt, << faire >> Rezepte finden sich im Stadtmagazin.

In der Stadt machten bereits 13 Einzelhandelsgeschäfte, darunter der Weltladen, und fünf Gastronomiebetriebe mit. Rudi Holzberger stellte parallel das Projekt << Landzunge >> vor, wonach inzwischen 90 Gasthöfe regionale Produkte auf den Tisch bringen. Für die Zukunft wünschte sich Wilhelm unter anderem noch ein bio-regional-faires Catering und entsprechende Essen in den Kantinen.

Könnte man das Streben nach Regionalität nicht auch auf Non-Food-Produkte ausweiten, fragte Dr. Sabine Weizenegger, Geschäftsführerin der Regionalentwicklung. Sodass beispielsweise die Speisen bevorzugt auf einheimischer Keramik serviert werden. Von den Bürgern kamen prompt Anregungen wie << Allgäu-Holz >> und << Allgäu-Energie >> und der Vorschlag, statt exotischen Blumen lieber einen regionalen Präsentkorb zu verschenken.

Klaus Fischer, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, konnte nur zustimmend nicken. << Wir haben viele Produkte, die sehr wenig mit der Marke Allgäu besetzt sind >>, sagte er.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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