Umbau
Das Burgberger Rathaus soll komplett überholt werden

Im Jahr 1963 wurde das Burgberger Rathaus eingeweiht - demnächst soll das Gebäude zum ersten Mal komplett überholt werden: «In der 90ern wurden zwar ein paar kosmetische Änderungen vorgenommen, jetzt aber müssen wir unbedingt was tun», sagte Bürgermeister Dieter Fischer im Bauausschuss. Die Pläne für die Generalsanierung stellte Ingenieur Helmut König vom Weitnauer Planungsbüro Herz und Lang dem Gremium vor. Die Neuerungen: Das Rathaus soll König zufolge energetisch und baulich saniert werden: Unter anderem soll die Gebäudehülle (Kellerdecke, Außenwände und Dach) eine Außendämmung erhalten, alle Fenster und Balkontüren - die neuen sind Holz-Alu-Fenster und haben eine Dreifachverglasung - und die Heizkörper ausgetauscht werden. Erneuert werden sollen zudem die Heizungsverteilung, Brauchwasserversorgung, Elektroinstallation mit EDV-Verkabelung, Eingangsbereich auf der Ostseite (Haustüre und Treppe) und die Bäder. Eingebaut werden soll auch eine neue Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Zusätzliche sind Nachbesserungen im Brandschutz erforderlich. Falls es einmal brennt, sollen Rauchschutztüren und eine feuerhemmende Einschubtreppe für den Dachboden das Gebäude sicherer machen. Eine Rampe am Hintereingang und ein Treppenlift sollen die Barrierefreiheit verbessern.

Die Kosten: Für die Bau- und Planungskosten stehen unterm Strich rund 832500 Euro. Ein Teil der Summe - 225000 Euro für den Wohnbereich plus 270000 Euro für den anderen Teil des Rathauses - soll über Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW Bank) finanziert werden. Derzeit seien die Zinsen dafür günstig, weiß König. Darüber hinaus könne es Zuschüsse für die Tilgung und Baubegleitung in Höhe von rund 19000 Euro geben. Die restlichen Kosten müsse die Gemeinde aus eigenen Mitteln berappen.

Das Einsparpotenzial: König zufolge kann sich die Gemeinde durch die Sanierung in den nächsten zehn Jahren etwa 47400 Euro allein an Heizkosten sparen, auf 20 Jahre gesehen sogar 170500 Euro.

Die Reaktion: Die Gesamtkosten verschlugen keinem Mitglied des Bauausschusses die Sprache - ganz im Gegenteil: << Dieser Betrag ist nicht sonderlich hoch, er erschreckt mich überhaupt nicht >>, meinte Claus-Peter Kroiß (Freie Wähler). Gutachtern zufolge, so der Architekt, müsse ein Gebäude im Schnitt nach 80 Jahren erneuert werden.

<< Die Kosten halten wir >>

Ingenieur König beteuerte, dass die Kalkulation << sehr genau und realistisch >> gemacht wurde: << Die Kosten halten wir. >>

Über das Thema diskutiert auch der Burgberger Gemeinderat am Montag, 11. Juli. Beginn der Sitzung ist um 19 Uhr im Rathaus.

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