Schulweg
Busverkehr ohne Lösung

Weiter völlig unklar ist, wie einige Sonthofer nach Ende des Stadtbusverkehrs ab Januar zur Schule kommen. Auch die jüngste Stadtratssitzung brachte keine Entscheidung. Weil den Politikern Zahlen fehlten, vertagten sie das Thema auf 25. Januar. Fakt ist nur: Für Kinder mit Beförderungsanspruch (sie wohnen weit genug von der Schule weg) gibt es ab Januar einen Schulbus. Die künftigen Schulbuslinien plant die Stadtverwaltung zusammen mit dem Landratsamt.

Unverständlich macht das Thema für manchen, dass einige Kinder ein Recht auf einen Schulbus haben, andere nicht. Doch das hängt von der Entfernung und dem Schultyp ab.

Nach Rückfrage bei den Schulen meldeten 89 Schüler ein Transportdefizit. Laut Hans Soul (Fachbereich Verkehr) gibt es aber meist keinen zwingenden Handlungsbedarf. Zum einen können viele nicht beförderungsberechtigte Schüler auf öffentliche Busse ausweichen. Andere haben einen Beförderungsanspruch, weil sie aber zu Realschule oder Gymnasium wollen, ist dies Sache des Landratsamts. Bei einigen Fällen sind Kinder auf Wunsch ihrer Eltern Gastschüler außerhalb des eigentlichen Sprengels. Da mussten die Eltern eh unterschreiben, selbst für den Schulweg zu sorgen.

Letztlich bleiben nach Souls Worten 28 Kinder aus dem Bereich Berghofen. Die sind zwar ohne Beförderungsanspruch, könnten aber im Schulbus mitfahren - wenn der ab Januar groß genug ist und die Stadt es erlaubt. Ausnahmen sind entgegen früherer Aussagen der Verwaltung doch möglich. Jedoch: Reichen die Plätze nicht, müsse man die an die Jüngsten vergeben und dann nach Alphabet, riet Soul. Letzteres fand im Stadtrat Missfallen.

Wie groß der Schulbus ab Januar ist, wusste Soul nicht, weil die Angebote noch fehlten. Würde die Stadt freiwillig einen größeren Bus oder Zusatzfahrten für Berghofen bestellen, brächte das «grob geschätzt» 20000 bis 40000 Euro Mehrkosten. Das freilich nur, wenn die Stadt Berghofer Kindern ohne Beförderungsanspruch überhaupt einen Bus bieten will. Denn eine Kommission aus Fachbehörden bewertete laut Soul den Schulweg von Berghofen in die Stadt.

Als Ergebnis habe das Landratsamt mitgeteilt, es sei kein gefährlicher Schulweg.

In der Debatte gab es darauf allerlei Hin und Her. Letztlich zielte die Diskussion darauf ab, dass den Räten für eine Entscheidung Informationen fehlten. So beschloss der Stadtrat mit 23:2: «Die Kosten sollen möglichst bis zur Sitzung des Stadtrates im Januar ausgearbeitet werden.» Der Antrag der Grünen vom September, dass auch nicht beförderungsberechtigte Schüler im Schulbus gegen Entgelt mitfahren dürfen, bleibe aufrechterhalten.

Kein Konzept fürs Sammeltaxi

Abgelehnt hat der Rat mit 6:19, dass die Verwaltung für den Bereich Allgäu Stern/Staig/Walten Alternativen für den wegfallenden Stadtbus erarbeiten soll. Vorgeschlagen war ein stadtweites Anrufsammeltaxi (AST), dessen Konzept die Verwaltung bis Februar vorlegen wollte.

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