Integration
Bürgermeister und Landrat würdigen Engagement im türkisch-islamischen Gemeindezentrum Immenstadt

«Die Beherrschung der deutschen Sprache ist der Schlüssel zur Integration», sagte Landrat Gebhard Kaiser bei der Feierstunde zur Wiedereröffnung des Bildungshauses (TIB) im türkisch-islamischen Gemeindezentrum in Immenstadt. «Bildung ist der entscheidende Baustein, um vorwärts zu kommen», fügte Bürgermeister Armin Schaupp hinzu. In den vergangenen Monaten ist das Erdgeschoss des Gemeindezentrums modernisiert worden. Es entstand eine attraktive Familienbildungsstätte, in der heute bereits Kurse für Frauen und für Schulkinder angeboten werden. Weitere Angebote sind geplant.

Kurse und Lernförderung

TIB ist die Abkürzung für den Begriff «Treffpunkt für Integration durch Bildung». Und um Sprachkompetenz und Bildung geht es bei dieser Initiative, die Projektleiter Sevdat Karakas, der Vorsitzende des Türkisch-Islamischen Kulturvereins Ahmet Ercan und die Migrationsbeauftragte Miriam Duran auf den Weg gebracht haben. Ziel ist, die Integrationschancen für Bürger mit Migrationshintergrund zu verbessern. Dabei steht das TIB Bürgern aller Nationen offen.

Im Frauenintegrationskurs wird das besonders deutlich. An vier Vormittagen in der Woche treffen sich Teilnehmerinnen aus Polen, Marokko und der Türkei, aus der Ukraine, Thailand, Indien, Pakistan und China, um gemeinsam die deutsche Sprache zu erlernen. Und damit junge Mütter dieses Bildungsangebot auch wahrnehmen können, wird zusätzlich eine Kleinkinderbetreuung angeboten.

Auch die schulbegleitende Lernförderung im TIB läuft bereits. «Wir helfen Kindern aller Schularten, aller Klassen und in allen Fächern», sagt Edelgard Friedrich, die das Lernförderprojekt zusammen mit einer Gruppe Freiwilliger betreut. «Wir unterstützen Schüler bei ihren Hausaufgaben und bei der Vorbereitung auf Prüfungen, fördern dabei aber auch selbständiges und eigenverantwortliches Lernen.»

Über 50 Kinder kommen bereits zum Nachmittagsunterricht ins Bildungshaus - Tendenz steigend. Nächstes Angebot im TIB wird ein Abendkurs für Berufstätige sein. Auch EDV-Schulungen sind vorgesehen. Zehn Laptops hat der Landkreis spendiert.

Unterstützt wird das Bildungshaus vom Landkreis Oberallgäu, der Stadt Immenstadt, der Berufsschule, der Sparkasse, von Bildungsträgern aus der Region und von der Freiwilligenagentur. Damit sei das Bildungshaus ein Beispiel für vernetzte Integrationsarbeit, sagte Kaiser.

Ein besonderer Dank ging bei der Feierstunde an Organisatorin Miriam Duran und an Sevdat Karakas, der die Umsetzung des Integrationsprojekts «mit Hartnäckigkeit und Herzblut» vorangetrieben hat.

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