Anlieger
Bewohner von Weiberg sind nicht gut auf das staatliche Bauamt zu sprechen

«Es gibt Recht und Gerechtigkeit», sagt Alfred Eberlein, als er mit Lebensgefährtin Gerda Wiedemann am Gartenzaun seines Anwesens in der Kemptener Straße an der B19 steht. Die beiden gehören zu jenen Anwohnern, die vom staatlichen Bauamt zum Grundstückskauf aufgefordert wurden.

1680 Euro (56 Quadratmeter à 30 Euro) mussten Wiedemann und Eberlein von ihrem Ersparten für ein Stück Wiese aufbringen, das sie bereits Jahre pflegen. Dazu kommen noch Kosten für die Vermessung, die Grunderwerbssteuer und ein Eintrag ins Katasteramt.

Das Paar fühlte sich vom staatlichen Bauamt unter Druck gesetzt, dem Angebot zuzustimmen. << Ansonsten könnten wir die Ostseite unseres Grundstücks wohl nicht mehr nutzen. >>

Kritik an Vorgehensweise

Auch Familie Klein wurde ein 60-Quadratmeter-Grundstück zum Kauf angeboten. Seit über 20 Jahren kümmert sie sich um das Stück Land im Anschluss an ihr Grundstück << Uns wurde gesagt, dass die vor Lärm schützende Hecke abgenommen wird, wenn wir das Grundstück nun nicht kaufen, >> sagt Annette Klein. Unterschrieben habe sie jedoch noch nicht. Sie und ihre Nachbarn seien << stinksauer >>, dass das staatliche Bauamt so kompromisslos vorgehe.

Erst vor etwa vier Wochen seien die Anlieger der B19 aus Weiberg über weitere geplante Baumaßnahmen an der Bundesstraße von Waltenhofens Bürgermeister Eckhard Harscher und Mitarbeitern des Staatlichen Bauamts informiert worden. Themen seien die Erweiterung des Radwegs gewesen, aber auch die Mängelbehebung durch den rutschenden Hang und die Erneuerung des Fahrbahnbelags.

Anliegerin Maria Münch war bei der Informationsveranstaltung auch dabei. Sie sieht durch die erneuten Baumaßnahmen wieder << nervenaufreibenden >> Baulärm auf sich zukommen. << Die Lärmbelästigung ist schon hoch genug. Die Autofahrer rasen hier sowieso viel zu schnell durch >>, ärgert sie sich. Maria Münch befürchtet, dass während der Bauarbeiten ab Ende September auch die Busse nur noch eingeschränkt fahren können.

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