Alpinismus
Bergsteiger fühlen sich ausgegrenzt

Sorge um die Freiheit bergsteigerischer Aktivitäten sind bei der Jahresversammlung des Vereins IG Klettern Allgäu artikuliert worden. Konkret angesprochen wurden Kletterverbote und Einschränkungen für Skitourengeher.

Die Entwicklung am Riedberger Horn und im Skigebiet am Hohen Ifen verfolgt der Interessensverband der Kletterer und Alpinisten kritisch. Für viele Bergsteiger sei nicht nachvollziehbar, dass Einschränkungen von naturnahen und sanften Sportarten, wie dem Klettern und Skibergsteigen, gefordert und zum Teil - wie am Hohen Ifen - aufgezwungen werden. Auf der anderen Seite stünden Skigebietserweiterungen, die ein hohes Maß an Eingriffen in die Natur nach sich ziehen. Verlierer im Fall von Ausgleichsmaßnahmen wären hier wieder die Bergsteiger, hieß es.

Im Zuge der Olympia-Bewerbung von München würden vom Landesamt für Umweltschutz und dem Deutschen Alpenverein (DAV) bereits das Projekt «Bergtour 2018» auf den Weg gebracht, wurde weiter bekannt. Damit sollten bergsportliche Aktivitäten in Bayern völlig neu geregelt werden.

Nach den Erfahrungen mit Projekt «Skibergsteigen umweltfreundlich» werde dies ebenso kritisch beobachtet.

Man würde sich wünschen, dass Gemeinden und Tourismusverantwortliche den weniger kommerziell geprägten Sportarten, wie dem Klettern, wesentlich mehr Beachtung entgegenbrächten und die Aktivitäten der Bergsteiger unterstützten, die unter hohem persönlichen Einsatz Klettergebiete pflegen und erhalten, meinte IG-Vorsitzender Gerhard Baur.

Gemeinsame Regelungen treffen

Zahlreiche Sanierungen würden mit Material unterstützt, um den Klettersport, der sich einer wachsenden Zahl an Anhängern erfreue, noch sicherer zu machen, so Baur. Finanziert werde dies aus Mitgliedsbeiträgen und Zuwendungen.

Allerdings wurde auch klar, dass sich die Kletterer mehr aktive Unterstützung wünschen: beim Sanieren am Fels, aber auch bei der wichtigen Kommunikationsarbeit, um die Klettermöglichkeiten im Allgäu zu erhalten. Vereinbarungen mit Grundstücksbesitzern, Jägern und Forst seien nicht immer einfach. Wichtig sei, dass man direkt vor Ort gemeinsame Regelungen trifft.

Im Allgäu sei, so Baur, das Projekt «Skibergsteigen umweltfreundlich» im dritten Jahr und die IG mit Mitgliedern und Bergführern aktiv beteiligt. Während die Kritik an mangelnder Öffentlichkeitsarbeit, Transparenz und Demokratie am Projekt beim DAV-Hauptverband auf Ignoranz traf, seien in einigen Bereichen Erfolge der Beteiligung zu sehen. So wurde die kritisierte Regelung der Abfahrt vom Nebelhorn über die Alpe Doismen zugunsten der Skitouristen geändert.

Weitere Infos im Internet:

www.ig-klettern-allgaeu.de

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