Bergbauernmuseum
Bauarbeiten in Diepolz für einen begehbaren Verdauungstrakt einer Kuh gestartet

Rosmarie Willer (45) lächelt zufrieden: 'Ein sehr erfolgreiches Jahr.' Die Betriebsleiterin des Allgäuer Bergbauernmuseums in Diepolz freut sich über die rund 65 000 Besucher, die das Jahr über aus ganz Deutschland, vor allem aber aus Oberstaufen, Immenstadt, Waltenhofen und Missen das Haus betraten. Jetzt legt das Museum eine kleine Winterpause ein, die genutzt wird, um die nächsten Projekte zu planen: etwa den begehbaren Kuhmagen.

Das tierische Verdauungsorgan wird einen etwa 25 Quadratmeter großen Raum ausfüllen, erläutert Willer. Im Maul geht’s über die Zunge hinein, der Weg führt die Speiseröhre hinab und dann durch vier Mägen.

Die Reise endet entweder im Milchausgang, dem Euter oder im Darmausgang. Derzeit laufen die Planungen für das Projekt, im nächsten Jahr beginnen die Bauarbeiten. Ostern 2014 wird der 'Kuhranzen' eröffnet.

2013 ist das Motto der Museumsarbeit 'Essen und Trinken'. Das kommt Michael Ruepp vom 'Lustigen Hirsch' in Akams wie gerufen. Mit seiner Frau Annette hat er heuer im Sommer neben dem Museum das 'DreiKäseHoch' eröffnet – eine Wirtsstube mit Selbstbedienung. Eine gastronomische Lücke war entstanden, nachdem die Gaststätte im Dorf geschlossen hatte.

Keine Parkplatzprobleme

Bei so viel Besucherandrang – hat sich die Parkplatzsituation im Dorf entspannt? Dieses Jahr gab’s keine Probleme, versichert Willer. Auf dem großen Parkplatz unterhalb des Museums sei die Wildparkerei Vergangenheit, nachdem die Plätze durch Baumstämme vorgegeben werden.

Zu den Spitzenzeiten, wenn etwa Aktionstage wie der Handwerkermarkt stattfinden, parkten die Autofahrer diszipliniert entlang den Zufahrtsstraßen und nicht zum Ärger der Anwohner in den Feldern. Auch der Themenweg, der die Strecke vom Parkplatz bis zum Museum 'verkürzt', habe sich bewährt. Die acht Stationen des 'Kuhnigundenwegs' von der Viehtränke bis zur Kuh seien 'eine absolute Bereicherung'.

Ein wenig Kopfzerbrechen bereitet den Museumsmitarbeitern die räumliche Enge. 'In dem kleinen Büro' drängten sich oft bis zu drei Kollegen, so Willer. Außerdem fehle ein Schlechtwetterraum.

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