Projekt
Bald gibt es Kommunale Bildungsberater

Berater an den Volkshochschulen in Sonthofen und Kempten sollen künftig Menschen helfen, die richtige Fort- und Weiterbildung auszusuchen. Die kommunale Bildungsberatung richtet den Fokus auf das berufliche Fortkommen.

Zudem gibt es allgemeine Unterstützung und Anregungen zu berufsorientierten Themen. Damit will der Landkreis dem Mangel an Fachkräften begegnen. Die Volkshochschulen wollen nicht allein arbeiten, sondern im Netzwerk mit den anderen Trägern der Erwachsenenbildung. Interessenten werden dann an den richtigen Ansprechpartner vermittelt.

Das Ziel: Die Menschen sollen motiviert werden, sich weiterzubilden, und der Weg dorthin soll einfacher sein. Dazu gehört das 'Bildungsportal Allgäu' mit einer Kursdatenbank im Internet.

Das Konzept 'Bildungsberater Oberallgäu-Kempten', über das jetzt Oberallgäuer Kreisräte diskutierten, wird an bestehende Beratungsangebote (wie in der Volkshochschule Kaufbeuren) angehängt. Damit ist es ein allgäuweites Projekt, für das es einen dicken Zuschuss gibt. Konkret rechnen die Volkshochschulen Oberallgäu und Kempten die nächsten drei Jahre mit Material- und Sachkosten von knapp 178 000 Euro.

Dazu gibt es fast 88 000 Euro Zuschuss aus dem 'Leader'-Programm. Der Eigenanteil des Landkreises Oberallgäu beträgt knapp 52 000 Euro, der der Stadt Kempten fast 21 000. Den Rest tragen die beiden Volkshochschulen selbst. Der Oberallgäuer Schul- und Kulturausschuss stimmte dem auf drei Jahre befristeten Vorhaben mit 10:4 Stimmen zu.

Gegen zu viel Beratungswut wandte sich in der Debatte Betzigaus Bürgermeister Roland Helfrich (Freie Wähler): 'Ich habe meine Zweifel, dass wir uns Bildungsberater leisten müssen.' Claudia Gschwind (CSU) forderte, lieber das, was man bereits habe, optimal zu vernetzen und zu nutzen. 'Ich bin mit nicht sicher, ob das Projekt nur durchgeführt wird, weil es gefördert wird', sagte Gschwind.

'Ich kann nicht ganz widersprechen', räumte Landrat Gebhard Kaiser ein. Doch da habe man mehrere Projekte Hans Kerber (ÖDP/UB) warnte, dass es oft unpopulär und schwierig sei, einmal eingeführte Angebote wieder zu beenden. Das Projekt müsse nach drei Jahren auf den Prüfstand, sicherte da der Landrat zu.

'Bildungsferne Schichten'

Für das Projekt machte sich unter anderem Franz Bisle (Freie Wähler), früherer Schulleiter, stark: 'Es gibt einen grandiosen Bedarf an Beratung und unglaubliches Unwissen.' Ängste und Unwissen führten immer wieder zu Fehlentscheidungen, die Folgekosten verursachten. Thomas Wurmbäck (Liste Junges Oberallgäu) ist wichtig, dass 'bildungsferne Schichten' erreicht werden.

Was Jürgen Wendlinger, Bildungsberater in Kaufbeuren, bestätigte: Es kämen viele Migranten und viel Laufkundschaft.

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