Tag des Unkrauts
Andreas Güthler aus Immenstadt zeigt, was Unkraut alles kann

Ein Hoch auf den Löwenzahn, den Ampher, die Brennnessel und alles andere, was Landwirte und Hobbygärtner für gewöhnlich sonst noch alles aus dem Boden reißen oder wegsprühen. Dienstag, 28. März, ist 'Internationaler Tag des Unkrauts'.

Aus diesem Anlass befragten wir Andreas Güthler, Leiter des Naturerlebniszentrums am Alpseehaus in Immenstadt-Bühl, zu den oft verschmähten Wildkräutern und gehen darauf ein, warum manchmal Gräser und Kräuter weg müssen.

Güthler lenkt zunächst das 'Un-Kraut' ins rechte Licht. Brennnessel sind beispielsweise nicht nur lebenswichtiges Futter für Schmetterlingsraupen. Sie schmecken auch noch fein. Güthler zupft die jungen Blätter, brät sie mit Öl und Gewürzen in der Pfanne und genießt sie als Chips.

Der Geschmack der so gerösteten Brennnessel überzeuge fast alle, verspricht Güthler. Eines erwähnt der Pädagoge aber nicht: Manche vertrauen auf die Wirkung der Brennnesselsamen als Aphrodisiakum. Schon in der Antike wurde ihnen eine luststeigernde Wirkung nachgesagt.

Dabei sollen sie sowohl die Potenz des Mannes, als auch die Fruchtbarkeit der Frau erhöhen. Man kann die Samen ins Müsli und in den Salat mischen. Giersch breitet sich naja, eben wie Unkraut aus. Dabei sei es das leckerste Wildkraut, das man in den Kräuterquark schneiden kann.

Güthler empfiehlt es als Ersatz für Petersilie. Und wenn man die jungen Blätter ständig aberntet, breite sich das Kraut auch nicht so stark aus, betont der Umweltpädagoge. Vogelmiere wuchert gerne die Gemüsebeete zu – aber kann auch wie solches gegessen werden.

Die zarten Pflanzen sind sehr Vitamin-C-reich. Sie schmecken am besten im Salat. Und aus ökologischer Sicht gebe es ohnehin kein Unkraut, erklärt Güthler. 'Es gibt ganz wenige Pflanzen, die keine ökologische Bedeutung haben.' Deshalb habe man in den 80er Jahren angefangen, von 'Wildkräutern' zu sprechen. Die schmecken doch gleich viel besser als 'Unkraut', oder?

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Dienstagsausgabe des Allgäuer Anzeigeblatts vom 28.03.2017.

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