Gericht
Amtsgericht Sonthofen verurteilt Gynäkologen zu hoher Geldstrafe

Das Amtsgericht Sonthofen hat einen Gynäkologen wegen unterlassener Hilfeleistung zu einer Geldstrafe von 11 700 Euro verurteilt. Eine junge Mutter erwartete eine Frühgeburt und suchte das Krankenhaus Immenstadt auf. Der Angeklagte, er hatte Bereitschaftsdienst und war zu Hause, wurde darüber per Telefon von einer Hebamme informiert. Der Arzt ließ die Mutter nach Kempten ins Klinikum fahren, ohne sie je gesehen zu haben. Dem Gynäkologen ging es nach eigenen Worten darum, wichtige Minuten zu sparen.

Denn die Frau hätte ohnehin in Kempten behandelt werden müssen. Das Gericht war anderer Auffassung. Er hätte sie zumindest untersuchen müssen. Der Angeklagte beharrt darauf, richtig gehandelt zu haben. Er wird Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen.

Das Kind starb wenige Wochen nach seiner Frühgeburt an einer Darminfektion. Ein Zusammenhang mit dem Verhalten des Gynäkologen wurde ausgeschlossen.

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