Projekt
Am Nahwärmenetz sollen neben Rathaus und Schule auch Haushalte hängen

Einzelheiten über das geplante Nahwärmenetz gabs nicht bei der Mobilen Redaktion der AZ letzte Woche in Waltenhofen, aber kritische Anmerkungen. Anton Sommer erinnerte an einige Heizwerke, die nach kurzer Zeit in Insolvenz gehen mussten. «Wir nehmen das Projekt nicht auf die leichte Schulter,» sagte auf AZ-Nachfrage Markus Kennerknecht, Bauamtsleiter der Gemeinde Waltenhofen. Er ist auch der Geschäftsführer der neu gegründeten Nahwärme GmbH. Finanziell beteiligt sind daran laut Kennerknecht die Gemeinde (zu 66 Prozent) und ein Waltenhofener Unternehmen, dessen Namen er noch nicht preisgeben wollte.

Damit das Nahwärmenetz gut funktionieren kann, sei ein «vernünftiger Energiemix» sinnvoll. Die Bereitschaft, sich an ein Nahwärmenetz anschließen zu lassen, steige und falle freilich mit dem Energiepreis. Voraussichtlich wird die Heizzentrale am Waltenhofener Wertstoffhof mit Holz-Hackschnitzeln befeuert, ein Ölkessel soll Spitzenlasten im Winter abdecken. Und wie sieht es mit den Lastwagenlieferungen zum Heizkraftwerk aus? Ob die einmal über die Plabennecstraße oder über eine Zufahrt vom Feuerwehrhof aus geschehen, werde zu einem späteren Planungszeitpunkt entschieden. Der Hackschnitzelbunker soll jedenfalls so groß werden, dass bei vollem Betrieb nur zwei Lastwagenladungen pro Woche nötig sein werden.

Auch Sportpark beliefern

Das Nahwärmenetz soll den Sportpark Waltenhofen beliefern und die gemeindlichen Gebäude Schule, Kindergarten, Mehrzweckhalle, Rathaus und eventuell Bauhof. Hausbesitzer zwischen Wertstoffhof und Schule sollen auch die Möglichkeit bekommen, sich ans Wärmenetz anzuschließen.

Laut Kennerknecht gibts dazu eine Informationsveranstaltung, wenn weitere Details - zum Beispiel zu den Kosten für den Anschluss und die Wärme - geklärt sind. Generell findet es Markus Kennerknecht richtig, wenn sich Gemeinden über eine eigene Wärmeversorgung Gedanken machen, eine Unabhängigkeit von fossilen Energien anstreben.

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