Forstwirtschaft
Allgäuer Bergwaldoffensive: Werben um Millionen für maroden Baumbestand

Er ist so etwas wie der Herr über mehr als 40 Milliarden Euro und als solcher ein gefragter Mann im Freistaat: Georg Winter aus Höchstädt (Kreis Dillingen), Vorsitzender des Haushaltsausschusses im Bayerischen Landtag. Das mag zwar etwas übertrieben klingen, doch wenn es um die Verteilung von Geld geht, hat er zumindest einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Oberallgäuer Politiker und Forstleute stellten Winter deshalb gestern das Allgäuer Bergwaldoffensive-Projekt vor, um so für eine Verlängerung des bis 2011 befristeten Programms zu werben. Um es vorweg zu sagen: Winter machte zwar noch keine definitive Zusage, was er so ohne Weiteres auch gar nicht kann. Er gab sich aber hoffnungsvoll, dass das Projekt unter dem Dach des bayerischen Klimaschutzprogramms weitergeführt werden kann und entsprechende Mittel im Doppelhaushalt 2012/13 bereitgestellt werden. Einen Betrag nannte er aber nicht.

Wie mehrfach berichtet, war die Bergwaldoffensive 2008 gestartet worden - vor allem, um den in die Jahre gekommen Schutzwald zu sanieren.

Bayernweit wurden für die Periode von 2008 bis 2011 Fördermittel in Höhe von 7,5 Millionen Euro für das Projekt bereitgestellt, wovon das Allgäu am meisten profitierte.

In einer Resolution hatte der Beirat der Allgäuer Bergwaldoffensive von der Politik eine Verlängerung gefordert. Nur dann sei das Projekt nachhaltig, weil es in einer ersten Phase vor allem um Planung und Information aller Betroffenen wie beispielsweise der Jagdpächter und privaten Waldbesitzer ging. Inzwischen sei die Bergwaldoffensive zum Markenzeichen geworden, schilderte Dr. Ulrich Sauter, Chef des Bereichs Forsten am Amt für Landwirtschaft in Kempten. Nach der ersten Phase werde jetzt viel gepflanzt und ganz praktisch an der Sanierung des Berg- und Schutzwaldes gearbeitet.

<< Viele Wünsche >>

<< Auf Haushälter kommen immer viele Wünsche zu >>, betonte Winter. Er zeigte sich von der Bergwaldoffensive aber angetan: << Es ist bemerkenswert, wie ihr mit derart vielfältigen Leuten und Interessensgruppen klarkommt >>, lobte er. Nach seinen Worten wird sich die CSU-Landtagsfraktion nächste Woche in ihrer Klausur mit dem Haushaltsentwurf beschäftigen. Anfang November würden dann die Zahlen der neuesten Steuerschätzung den weiteren Kurs vorgeben. Im Dezember stehe der Haushaltsentwurf.

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