Fuchsräude
Achtung Hundehalter: Infiziertes Tier in Stein bei Immenstadt entdeckt

Ein Fuchs mit Räude wurde jetzt in Stein bei Immenstadt gesichtet.
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Ein mit Fuchsräude infizierter Fuchs ist am Sonntagabend in Stein bei Immenstadt gesehen worden. Das ausgewachsene Tier wurde am späten Nachmittag auf einer Wiese am Ortsausgang von Stein beobachtet. Wie auf den Bilder zu sehen ist, verliert das betroffene Tier an der Lunte deutlich Haare.

Immer wieder erkranken Füchse in der Region an der tödlich verlaufenden und ansteckenden Fuchsräude. Erst im April diesen Jahres musste ein erkranktes Tier bei Sonthofen getötet werden. Auch im Fall des jetzt gesichteten Tiers wurden die Polizei und auch der zuständige Jäger verständigt. Sie werden das Tier erlösen müssen. 

Ein Fuchs mit Räude wurde jetzt in Stein bei Immenstadt gesichtet.
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Fuchsräude nichts Neues im Allgäu

Die Krankheit ist im Allgäu nichts Neues, sagt der Ranger des Naturpark Nagelfluhkette, Florian Heinl: "Die Häufigkeit der Krankheit ist abhängig von der Menge der Füchse. Die Bestände verändern sich meistens in Abhängigkeit zum Nahrungsangebot. Das heißt, wenn es wenig Nahrung gibt (z. B. Mäuse), sinkt die Population der Füchse. Bei wenig Füchsen tritt auch die Räude seltener häufig auf. Bei einer höheren Population steigt wiederum die Wahrscheinlichkeit für Ansteckungen."

Fuchsräude führt innerhalb von drei Monaten zum Tod

Sollte sich ein Fuchs mit Räude anstecken, führt die Krankheit innerhalb von drei Monaten zum Tod des Tieres. Auch Haustiere können sich mit den Milben infizieren. Dazu reicht oft schon der Kontakt mit einem Fuchsbau oder mit den Hinterlassenschaften von Füchsen. Zum Schutz der Haustiere sollten Hunde deshalb an der Leine geführt werden, um eine Infektion zu vermeiden. Findet man ein erkranktes Tier, sollte man den zuständigen Jäger oder den Tierschutzverein verständigen. Diese kümmern sich dann um den befallenen Fuchs.

Keine Panik bei einer Infektion

Weshalb gerade im Frühjahr viele Füchse mit Räude gesichtet werden, hat einen einfachen Grund. "Die Krankheit ist das ganze Jahr über präsent. Im Frühjahr kann es zu häufigeren Sichtungen kommen, da die Tiere aufgrund ihrer Paarungszeit im Januar und Februar mehr Kontakt zu Artgenossen haben und sich leichter anstecken können", so Ranger Florian Heinl. Sollte sich der eigene Hund mit Fuchsräude infizieren, ist das noch kein Grund zur Panik. "Sollte es zu einer Erkrankung kommen, so gibt es zuverlässige Präparate zur Behandlung, welche die Parasiten abtöten", so Heike Dosch vom Tierschutzverein Sonthofen.

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