Papierfabrik
Abbruch alter Industriebauten bei Waltenhofen beginnt im Januar

Die kommenden Monate werden viele mit Bauschutt beladene Lkw durch Hegge rumpeln. Die Gebäude der 1972 stillgelegten Papierfabrik Haindl (jetzt im Besitz des finnischen Konzerns UPM Kymmene) werden ab Januar abgerissen, informiert Waltenhofens Bürgermeister Eckhard Harscher.

Vor wenigen Tagen habe es einen Ortstermin mit Vertretern der Gemeinde, des Konzerns UPM, des Wasserwirtschaftsamts und des Landratsamts gegeben.

Vor vier Wochen, so heißt es in einer UPM-Pressemitteilung, hat die Gesellschaft 'den Rückbau der Gebäude des ehemaligen Werkgsgeländes beim Landratsamt angemeldet'. Die Genehmigung dazu lag schon seit Jahren vor. Nun geht es also los mit dem von der Gemeinde lange ersehnten Abriss der seit Jahren mit hohem Maschendrahtzaun abgeschirmten Industriebrache, die sich auf neun Hektar neben der Iller breit macht: Die Fabrikgebäude sind verriegelt, die Betonfassaden bröckeln, die Fensterscheiben sind löchrig. Von einem 'Schandfleck' sprach Bürgermeister Eckhard Harscher in der Vergangenheit.

Seit seinem Amtsantritt 2006 hat er sich um eine Veränderung des tristen Zustands auf dem neun Hektar großen Areal bemüht – nur schleppend ging’s bislang voran: Die letzten Abbrucharbeiten sind 2007 durchgeführt worden, unter anderem ist der 40 Meter hohe rund 100 Jahre alte Ziegelkamin gesprengt worden.

Beamtenhaus bleibt stehen

Nun soll der Rest abgebrochen werden. Einzige Ausnahme: das so genannte ehemalige 'Beamtenwohnhaus'. Das steht laut Harscher unter Denkmalschutz. Abgerissen wird nicht sofort, zunächst steht eine Entkernung der Gebäude an.

Manches kann wiederverwertet werden, anderes soll auf dem Areal gelagert und später als Auffüllmaterial (viele der Gebäude sind unterkellert) genutzt oder eben entsorgt werden. Wie die schon seit Jahren vorgesehne Wohnbebauung einmal aussehen wird, ist noch fraglich. Detaillierte Planungen gibt es wohl noch nicht, zumindest werden sie nicht bekannt gegeben. UPM-Sprecher Josef Mlynek sagt auf Anfrage der AZ: 'Über weitreichende Pläne kann ich noch keine Aussage treffen.'

Sicher zu sein scheint, dass die hohen Abbruchkosten – von einem siebenstelligen Betrag ist die Rede – den Beginn der Maßnahme verzögert haben. Außerdem ist seit Jahren davon die Rede, dass mit Asche durchsetzte Erde vor einer Bebauung teilweise ausgetauscht werden muss.

Auch der Hochwasserschutz wird am Gelände neben der Iller ein großes Thema sein.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen