Schulmensa
Ab kommendem Schuljahr zahlen alle Eltern 3,50 Euro für Mittagessen an Sonthofer Schulen

Fürs Mittagessen ihrer Kinder an Sonthofer Schulen zahlen die Eltern künftig einheitlich 3,50 Euro. Bislang mussten die Eltern von Grund- und Mittelschülern vier Euro auf den Tisch legen, die von Gymnasiasten aber nur drei Euro.

In dem Betrag der Grund- und Mittelschüler war ein Euro für die Organisation enthalten, Schüler der offenen Ganztagsklasse an der Mittelschule essen im Haus Oberallgäu, das vier Euro verlangt. Jetzt sollen alle Eltern 50 Cent für die Essensausgabe bezahlen, für die Schüler im Haus Oberallgäu übernimmt die Stadt den Differenzbetrag. Die neue Regelung gilt ab dem Schuljahr 2011/12.

Dem Vorschlag von Bürgermeister Buhl, einheitlich 3,50 Euro zu verlangen, war eine lebhafte Diskussion vorausgegangen. Einig waren sich Rathauschef und Ausschussmitglieder, dass man ein bisschen verlangen sollte.

Stadt unterstützt bedürftige Kinder

Elfriede Roth (Grüne) betonte, dass eine einheitliche Regelung wichtig sei. Petra Müller (Freie Wähler) gab zu bedenken, dass Nachbargemeinden mit gebundenen Ganztagsklassen keine Gebühr erheben: << Wir haben auch ein gewisses Konkurrenzproblem >>. Sie schlug drei Euro pro Essen vor. Martina Haugg, Geschäftsführerin des Familienzentrums << Rockzipfel >>, das die Essensausgabe organisiert, berichtete von Kindern, die zwar in die Mensa kämen, aber kein Essen einnehmen. Aber: << Wir können nicht herausfinden, ob die Eltern nicht zahlen können oder wollen.

>> Sie schlug für den Zeitraum von einem Jahr den Verzicht auf die Organisationsgebühr und einen Preis von drei Euro vor, um die Entwicklung zu beobachten. Dr. Bernd Heimhuber (Freie Wähler) meinte, man solle lieber von allen vier Euro verlangen und dafür einen Pool für bedürftige Kinder einrichten.

In der gleichen Sitzung beschloss der Ausschuss, Kindern aus bedürftigen Familien ein Mittagessen zu ermöglichen. Durch das neue Bildungspaket der Bundesregierung, so Karl-Heinz Pfeil vom Fachbereich Soziales, würden gezielt Kinder gefördert, deren Eltern Sozialgelder beziehen. So genannte Härtefälle würden aber nicht von der Regelung profitieren.

Auf Nachfrage von Gertrude Goldner (CSU) erläuterte Bürgermeister Buhl, was ein Härtefall ist: Es gebe Leute, die ganz normal arbeiteten und trotzdem nicht genug verdienten. Buhl: << Es ist ein unerträglicher Zustand, wenn ein Kind beim Essen zusehen muss, obwohl es Kohldampf hat. >>

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