Abschluss
65 Junior-Ranger im Naturpark Nagelfluhkette bei Immenstadt ausgebildet

Angegurtet auf einem Seil einen Bach überqueren – das hat die neunjährige Nadine begeistert. Elisabeth (10) war gespannt auf die Aussicht vom Immenstädter Horn und auf dem Gipfel ganz beeindruckt. Und der elfjährige Christian hat gelernt, was er bislang nicht wusste, nämlich 'dass man Kräuter essen kann'. Sie waren drei der insgesamt 65 Mädchen und Jungen, die in den letzten Wochen an einer 'Junior-Ranger'-Ausbildung des Naturerlebniszentrums (NEZ) Allgäu des Bund Naturschutz teilgenommen hatten.

Im Alpseehaus in Immenstadt trafen sie sich jetzt zu einem Abschlussfest.

Insgesamt fünf viertägige Ausbildungskurse hatte das NEZ angeboten – zum zweiten Mal nach 2011. Mit der Resonanz war Projektleiter Andreas Güthler sehr zufrieden.

'Allerdings ist es uns nicht gelungen, Ferienkinder zu erreichen', so sein Fazit. Teilweise fanden die Kurse mit Übernachtungen auf der Gräfenalp im Ostertal statt, teilweise als Tagesprogramm.

'Das Schlafen unter dem Blechdach' war denn auch für den zehnjährigen Tobias aus Blaichach ein bleibendes Erlebnis – 'und das Sammeln von Brombeeren und Heidelbeeren'

. Denn Ziel des Projekts war in erster Linie, die landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten des Naturparks zu vermitteln – und das Auge für den Naturschutz zu schärfen. So fanden Tierbeobachtungen statt, und Tierspuren wurden bestimmt.

Ihr Wissen sollen die neuen 'Junior Ranger' nun auch weitergeben – an Klassenkameraden, Eltern und bei besonderen Einsätzen auch an Besucher im Naturpark.

Überwiegend Kinder der vierten und fünften Klassen nahmen teil und stellten beim Abschlussfest ihren Geschwistern und Eltern einiges vom Erlernten und Erlebten vor. So gab es einen 'Blinden-Pfad', der barfuß zu absolvieren war.

Mit Hilfe von Kräutern wurden Salz, Tee und Butter aufgewertet. Es wurde gemalt und Steine geschliffen. Das hat der elfjährigen Alina aus Stein schon beim Junior-Ranger-Einsatz Spaß gemacht: 'Und den Stein hab ich natürlich mit nach Hause genommen.'

Den Bezug zur Natur zu vermitteln – dieses Ziel lobte der Vorsitzende des Naturparkvereins, der Staufner Bürgermeister Walter Grath. 'Jetzt können die Eltern von den Kindern lernen', stellte er fest und lobte das Projekt als 'eine der wichtigsten Aktionen im Naturpark'.

Die Mädchen und Jungen können sich jetzt den im Vorjahr gebildeten Junior-Ranger-Gruppen anschließen, die sich seither in Oberstaufen, Immenstadt und Sonthofen einmal monatlich treffen.

Sie wollen schon am 14. Oktober ihren nächsten Aktionstag veranstalten und dabei eine Windschutzhecke pflanzen und den Lebensraum für die Kreuzotter aufwerten. Doch nicht alle Kinder wissen, ob sie wieder kommen.

'Ich gehe jetzt aufs Gymnasium. Da weiß ich noch nicht, ob ich noch Zeit habe. Aber es würde mich schon interessieren', so der 10-jährige Timon.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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