Tourismus
2010 mehr Übernachtungen und mehr Gäste in Bad Hindelang

«Wo wären wir, wenn wir nicht Bad Hindelang plus hätten», freute sich Kurdirektor Max Hillmeier bei der Präsentation des Tourismusberichts im Gemeinderat. «Plus»-Betriebe könnten im ersten Jahr nach Einführung der Alles-inklusive-Regelung 7,5 % mehr Übernachtungen als im Vorjahr verzeichnen. Insgesamt habe das vergangene Jahr fast überall Steigerungen gebracht. Die Zahl der Gäste habe sich um knapp 1,4 % auf gut 172000 erhöht. Selbst bei der in den Vorjahren stets rückläufigen Übernachtungszahl (953000) gebe es ein Plus von fast 1,5 %.

Besonders erfreulich findet der Kurdirektor das wachsende Interesse von Urlaubern aus dem Ausland: Ihre Zahl stieg auf 9700, ein Plus von knapp 15 %. Vor allem Gäste aus Norwegen, Dänemark, Slowenien und Russland erholten sich zwischen Ostrach und Iseler. In Deutschland punktet Bad Hindelang vor allem in Baden-Württemberg. Auf Platz zwei liegt weiter Nordrhein-Westfalen, inzwischen aber von Bayern fast eingeholt.

In der Gunst der Gäste schnitt der Ortsteil Oberjoch am besten ab. Die höchste Steigerung bei den Übernachtungszahlen erzielte Unterjoch mit fast 7 %. Hinterstein muss dagegen gut 9 % Minus verkraften. Als Unterkunft waren Hotels am beliebtesten. Gefragt sind weiter Ferienwohnungen, wobei es da << gravierende Unterschiede in Qualität und Marketing >> gebe, so Hillmeier.

Bei der Vermarktung setzt die Gemeinde mehr und mehr auf den Schulterschluss. Mit 90000 Euro fließt heuer die Hälfte des Marketingbudgets in die Allgäu GmbH und in die Produktlinien von << Bayern Tourismus >>. << So schaffen wir andere Reichweiten >>, sagte Marketingchefin Susanne Rauschhuber. Hauptgeschäftsfelder seien Wandern, Winter, Kinder und Gesundheit. Um im Markt aufzufallen, müsse man laut Rauschhuber interessante Geschichten bieten wie etwa den höchsten Weinberg Deutschlands oder das Kinderland-Hauptstadtfest im Juli.

Dazu gehörten dann << qualitätsvolle >> Angebote wie << Bad Hindelang plus >>. Damit habe es erstmals eine gemeinsame Produktentwicklung mit den örtlichen Betrieben gegeben. << Ein toller Erfolg >>, sprach Rauschhuber von einem messbaren Mehrwert. Erfolgreich war auch die Reaktion der Medien auf das neue Projekt.

Allein mit Berichten in den großen Zeitungen wie Münchner Abendzeitung oder Kölnische Rundschau habe man eine Auflage von zehn Millionen erreicht. Kommentar von Bürgermeister Adalbert Martin zu den beiden Berichten: << Gute Arbeit. Wir sind auf dem richtigen Weg. >>

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