Zwei tote Jungrinder
18 Rinder am Immenstädter Horn abgestürzt: Ermittlungen eingestellt

Am Immenstädter Horn sind vergangene Woche 13 Rinder abgestürzt (Symbolbild).
  • Am Immenstädter Horn sind vergangene Woche 13 Rinder abgestürzt (Symbolbild).
  • Foto: Peter Roth
  • hochgeladen von Lisa Hauger

+++Update vom 2. Juli 2020 +++ 

Nicht 13, sondern 18 Kühe sind in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni 2020 unterhalb des Immenstädter Horns abgestürzt. Zwei Jungrinder starben, eines wurde schwer verletzt. Wer für den Unfall verantwortlich ist, ist nicht bekannt, teilt Pressesprecher Holger Stabik vom Polizeipräsidium Schwaben Süd-West gegenüber all-in.de mit. Fest steht: Die Polizei wird nicht weiter ermitteln. Der Grund: Sie gehen derzeit von Fahrlässigkeit aus. 

Hintergrund:
Am 22. Juni übernachtete ein Pärchen in der Schutzhütte am Gipfel des Immenstädter Horns. Gegen 22 Uhr kam dort ein unbekannter Trailläufer vorbei und berichtete aufgelöst von davongelaufenen Kühen, so Stabik. Der Trailläufer ging weiter, das Pärchen blieb über Nacht in der Schutzhütte. Am nächsten Tag meldete das Pärchen den Vorfall den Älplern an der Alpe Mittelberg. Gemeinsam starteten sie die Suchaktion nach den Kühen. 

Da nicht klar ist, ob der Trailläufer die Kühe erschreckt hat oder lediglich gesehen hat, wie sie davonliefen, kann die Polizei ihm keine mutwillige Sachbeschädigung vorwerfen. Es wurde kein Strafverfahren eröffnet, erklärt Stabik weiter. 

Bezugsmeldung vom 30. Juni 2020 

In der vergangenen Woche sind 13 Rinder der Alpe "Alp" unterhalb des Immstädter Horns abgestürzt. Zwei der Jungrinder haben den bis zu 300 Meter tiefen Absturz nicht überlebt. Ein drittes Jungtier befindet sich noch in Behandlung, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Immenstadt. Alle anderen Rinder zogen sich Verletzungen zu. Sie konnten geborgen werden. 

Verursacher meldeten Vorfall nicht der Hirtenfamilie 

Zur Empörung der Hirtenfamilie Hengge, die die Alpe bewirtschaftet, haben die Verursacher sie nicht über den Vorfall informiert. Erst durch ein zufällig mitgehörtes Gespräch und die Nachfrage eines anderen Älplers haben die Hirtenfamilie davon erfahren.

Die Suche nach den Tieren dauerte den ganzen Tag an. Neben dem Verlust der Tiere ist der wirtschaftliche Schaden nicht versichert, heißt es weiter in der Pressemitteilung. 

Zurzeit nutzen viele nächtliche Besucher die Schutzhütte auf dem Immenstädter Horngipfel. Erlaubt ist das allerdings nur, wenn ein Abstieg nicht möglich ist oder das Ziel noch nicht erreicht ist. In dem jetzigen Ausmaß sind damit massive Störungen von Wildtieren verbunden. Außerdem ließen die Wanderer in letzter Zeit oft Müll liegen. 

Appell

Die Stadt und das städtische Forstreferat appellieren deshalb: 

  • Verzichten Sie auf nächtliche Aktivitäten außerhalb fester Forst- und Alpwege. 
  • Verwenden Sie keine stark strahlenden Leuchten. 
  • Unterlassen Sie das Feuermachen. 

Rinder, die nachts auf der Weide ruhen, werden durch plötzlich auftauchende Menschen stark erschreckt und reagieren panisch.

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