Erste Reisewelle des Jahres
Das Allgäu ist urlaubsreif: Flüge und Hotels für Ostern fast ausgebucht

Viele fliegen über Ostern oder Pfingsten in den Urlaub. (Symbolbild)
  • Viele fliegen über Ostern oder Pfingsten in den Urlaub. (Symbolbild)
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Nach der Pandemie ist vor dem Urlaub. Das scheint gerade auch das Motto vieler Allgäuer zu sein. Die Sonne der letzten Tage zeigt es: Ostern und auch Pfingsten stehen quasi vor der Türe. Die Corona-Einschränkungen sind gerade auch überschaubar – die erste Reisewelle des Jahres bahnt sich an. Viele Flüge und Hotels sind schon ausgebucht. Doch was muss man bei einer Buchung aktuell beachten? 

214 Flüge vom Allgäu Airport

Die Reisebranche nimmt nach zwei Jahren Pandemie wieder Fahrt auf. Allein in den Faschingsferien starteten vom Allgäu Airport in Memmingen 214 Flüge. Das entspricht fast 33.000 Passagieren innerhalb von sieben Tagen. Das sind zwar immer noch 3.000 Passagiere weniger als zu Zeiten vor Corona, aber dennoch zeigt der Trend, dass sich das Reisen wieder in Richtung Normalität entwickelt.  

Noch keine "Normalität" in Reisebüros

Von Normalität ist man in den Reisebüros jedoch noch weit entfernt, wie Franziska Krach, Besitzerin eines Reisebüros in Immenstadt, bestätigt. "So wie es 2019 oder vor Corona war, ist es einfach nicht mehr", so Krach im Interview. Es gäbe nach wie vor Leistungsänderungen. So etwa, wenn ein Urlaub gebucht wurde und sich die Flugzeiten ändern, oder gar Flüge gestrichen werden. "Normalität ist es jetzt noch nicht wirklich", so Krach weiter. 

Keine Hotspots dafür "Virusvariantengebiete"

Positiv sind die deutlichen Lockerungen bei Einreisen in der letzten Zeit. Aktuell sind keine Hochrisikogebiete mehr ausgewiesen. Es gäbe aber laut Franziska Krach sogenannte "Virusvariantengebiete".Falls man ein Virusvariantengebiet gebucht hatte, oder sich der Urlaubsort zu einem solchen entwickelt, würde der Reiseveranstalter dort nicht hinfliegen. So würde die 14-Tage-Quarantäne umgangen, die dann auch bei der Rückkehr wegfallen würde. 

Welche Regeln gelten beim Reisen?

Eine einheitliche 2G-Regelung gibt es beim Reisen bisher nicht. Auch wer nicht geimpft ist, kann verreisen, vorausgesetzt man ist negativ getestet. Man müsse außerdem die Einreisebestimmungen vom auswärtigen Amt befolgen, erklärt Krach. Wenn ein Urlaubsland eine 2G-Regel bei der Einreise vorschreibt, wie beispielsweise in den USA, dann darf man als Ungeimpfter nicht einreisen. Aktuell gilt sowohl beim Reisen, wie auch beim Transfer-Verkehr die 3G-Regel. 

Ukraine-Krieg beeinflusst Buchungszahlen

Für die Osterferien ist die Urlaubsnachfrage sehr hoch. Bereits jetzt sind laut Krach Flüge und Hotels fast ausgebucht. Allerdings hat auch der Ukraine-Krieg Einfluss auf die Buchung. Die Nachfrage nach Urlaub in Osteuropa ist derzeit nicht sehr hoch. Ausnahmen sind Studienreisen und Kreuzfahrten im Ostseebereich, die allerdings bestimmte Ziele im Baltikum nicht mehr ansteuern können. Derzeit ist der Luftverkehr über der Ukraine nahezu eingestellt. Auch der Allgäu Airport ist davon betroffen. Wie der Allgäu Airport mitteilt, kann der Wegfall der Ziele Kiev, Lviv, Moskau und Chisinau mit zusätzlichen Flügen kompensiert werden. 

Geld zurück bei positivem Test?

Der Frühling und Sommer wird also sehr ereignisreich. Allerdings bedeutet eine gebuchte Reise noch lange keine angetretene Reise. Die hohen Inzidenzwerte machen der Urlaubsplanung immer noch einen Strich durch die Rechnung. Im Reisebüro von Franziska Krach klingelt fast täglich das Telefon mit der Nachricht positiver Testergebnisse. In dem Fall gibt es nur das Geld zurück, wenn eine Rücktrittsversicherung abgeschlossen wurde. Die Reisebranche hofft nun auf weitere Lockerungen und auf Kunden, die negativ bleiben und positiv denken.

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