Bürokratie
Trotz zuverlässiger Arbeit: Flüchtlinge in Heimenkirch bekommen keine Arbeitserlaubnis

Der Bauhof in Heimenkirch beschäftigt drei Flüchtlinge für 20 Stunden die Woche.
  • Der Bauhof in Heimenkirch beschäftigt drei Flüchtlinge für 20 Stunden die Woche.
  • Foto: Daniel Boscariol
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Für viele Flüchtlinge ist es oft schwer eine Arbeitserlaubnis zu erhalten, vor allem wegen der hohen bürokratischen Hürden. Laut Allgäuer Zeitung (AZ) gilt das auch für jene, die in Deutschland gute und verlässliche Arbeit leisten.

Demnach übernehmen in Heimenkirch die drei Flüchtlinge Abdoulaye, Lassine und Inza aus der Elfenbeinküste verschiedene Aufgaben:  Sie sammeln Müll auf, säubern den Friedhof, entsorgen alte Äste und Zweige oder übernehmen die Mäharbeiten im Sommer. „Sie sind absolut zuverlässig“, sagt ihr Chef, Bauhofleiter Werner Huber. „Sie melden sich immer ab, wenn sie krank sind, und erledigen alle Aufgaben pflichtbewusst.“

Arbeiten dürfen die Bauhofhelfer aber nur zwanzig Stunden in der Woche und das bei einem Stundenlohn von 80 Cent. Wenn es nach Bauhofleiter Werner Huber ginge, würde er ihre gute Leistung besser entlohnen und sie mehr einsetzen. Aber das darf er nicht. Den Flüchtlingen fehlen nämlich wichtige Unterlagen wie Pass oder Geburtsurkunde. „Deshalb dürfen sie hier keine Ausbildung machen – sie haben keine Arbeitserlaubnis“, sagt Maria Lindl, Flüchtlingskoordinatorin in Heimenkirch.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Mittwochsausgabe des Westallgäuers vom 29.01.2020. Die Allgäuer Zeitung und ihre Heimatzeitungen erhalten Sie

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