Eishockey
Zu Hause ein ruhender Pol, gibt Larissa Swikull vom EV Pfronten auf dem Eis Gas

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«Das Stadion ist mein zweites Zuhause», sagt Eishockeyspielerin Larissa Swikull. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn bis auf einen Tag in der Woche steht die junge Stürmerin des EV Pfronten täglich auf dem Eis - oft sogar mehrmals an einem Tag. Die 14-Jährige spielt bei den Schülern, den Knaben sowie den Damen der Falken und ist zeitgleich Mitglied in der deutschen U15-Nationalmannschaft. «Mein größter Erfolg sind die vier Tore im Länderspiel gegen die Schweiz», sagt das Nachwuchstalent stolz.

Die Schülerin spricht ruhig, unaufgeregt und bedacht. Im Zimmer der der Eishockeyspielerin hängt ein Poster ihres Lieblingssängers Justin Bieber, ein paar Fotos: ganz normal für einen Teenager eben. Auf ihre sportlichen Erfolge jedoch lässt das Reich von Larissa eigentlich keine Schlüsse zu. Der Ehrgeiz und die unbändige Willensstärke der Stürmerin zeigen sich erst auf dem Eis. Dort dreht sie auf, gibt Gas und versetzt das Publikum nicht selten in Staunen.

Auf die Frage, ob ihr das Ganze nicht manchmal zu viel werde, antwortet Larissa Swikull mit einem Lächeln: «Es macht einfach Spaß, seine Zeit mit einer guten Mannschaft zu verbringen. Und Training lohnt sich ja auch, wenn man Tore schießt und am Ende den Sieg nach Hause trägt.»

Nach der zu Ende gegangenen Saison bereitet sich Larissa schon wieder auf die Nächste vor. Neben einigen Lehrgängen trainiert sie nach den Plänen des deutschen Eishockeybundes fleißig im Fitnessstudio - und freut sich auf das Sommertraining der Falken. Kaum dass der Winter vorbei ist, ist die Schülerin schon wieder heiß aufs Eis. Ihre Leidenschaft für ihren Sport hat Larissa schon mit vier Jahren entdeckt. «Meine Mutter ist Trainerin bei den Falcons und hat mich mit ins Stadion genommen. Nachdem ich ein paar Mal auf dem Eis gestanden war, war klar, dass ich auch spielen möchte», erinnert sie sich. Aber nicht nur ihre Mutter ist beim EV Pfronten aktiv, auch ihre kleine Schwester Marina spielt Eishockey. «Ich denke, mein Mann ist stolz auf seine drei Frauen», sagt Mutter Raphaela Swikull.

Larissa Swikull freut sich, dass sie ihr Hobby mit der Familie teilt. «Ich finde es eigentlich ganz cool. So können wir viel zusammen machen und haben ein besseres Verständnis füreinander.»

Traum von der Profikarriere

Sie träumt davon, in der nächsten Saison für die U18 Deutschlands zu spielen. Als höchstes Ziel hat sie sich die A-Nationalmannschaft der Frauen in den Kopf gesetzt. Sie betrachtet die Eishockeykarriere allerdings nüchtern: Zwar träumt auch Larissa von einer Laufbahn als Profi - doch sie weiß, dass dazu auch eine Menge Glück gehört. Daher stehen als Nächstes zwei Praktika an: im Kindergarten und im Friseursalon. «Friseurin liegt mir, denke ich. Ich habe schon meinen Puppen immer die Haare geschnitten», erklärt Larissa die Wahl. Ihr Zuhause aber wird immer das Eisstadion der Falken bleiben.

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