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Wigald Boning fährt erstmals bei der Klapprad-WM in Pfronten mit und wird Neunter

Wigald Boning will es heute wissen. 'Bevor man in der Kiste vor sich hingammelt, muss man so etwas mal gemacht haben', scherzt der bekannte Komiker. An diesem Samstagvormittag will er nämlich zum allerersten Mal in seinem Leben bei der Klapprad-WM mitfahren, die im Rahmen des Pfrontener Mountainbike-Marathons stattfindet. 'Ich will rauf, wie auch immer.' Die vorigen Jahre hatte der 45-jährige Bernbeurer nie Zeit dafür gehabt, sich einen seiner Lebensträume zu erfüllen.

Boning zuckt plötzlich zusammen und erschrickt: Johann Hang hat gerade an der Breitenbergbahn den Startschuss für die Marathonfahrer losgelassen.

'In den Handböller kommen 15 Gramm Schwarzpulver hinein, das Ganze wird dann mit einem Korken verdichtet', erklärt Kollege Dieter Eckart von den Pfrontener Böllerschützen. Das machen er und Hang ebenso 15 Minuten später, als die Klapprad-Fahrer an der Talstation starten.

Unter ihnen ist Bettina Ober, die nun 640 Höhenmeter vor sich hat. 'Ich habe mir in meinen Fahrradkorb Bananen und viel zum Trinken eingepackt', schildert die Schwabmünchenerin, die sich und ihr Klapprad mit bunten Blumen geschmückt hat. 'Zum Spaß' macht auch Wolfgang Wütschner aus Fürstenfeldbruck bei dem Gaudi-Rennen mit, wie er sagt.

Als er den Blick nach oben auf den Breitenberg richtet, zeigen sich auf einmal ernste Gesichtszüge.

Gut 40 Minuten später am Berghaus Allgäu sieht man in der Ferne einen einzelnen Fahrer, der sich offenbar weit von seinen Verfolgern abgesetzt hat. Er kommt näher und näher. Kurz vor der Ziellinie steigt Markus Ring ab. Der 40-Jährige reißt mit einem lauten Jubelschrei seinen Drahtesel in die Höhe.

'Jetzt bin ich ziemlich kaputt', sagt der neue Weltmeister und 'Klappradfahrer aus Leidenschaft': Vor 35 Jahren hat der Pfälzer aus Hatzenbühl sein erstes Exemplar bekommen. 'Ich habe bei uns schon einen Klapprad-Cup gewonnen und habe gehört, dass es so etwas auch im Allgäu gibt.

' Nächstes Jahr will Ring seinen Titel unbedingt verteidigen.

Exakt vier Minuten und 25 Sekunden später rollt Lokalmatador Martin Fritz aus Rieden am Forggensee über die Ziellinie: 'Sonst war ich immer nur Vierter, jetzt hab ich’s endlich aufs Podest geschafft.'

'Ein überwältigendes Gefühl'

Sieben Fahrer später hat auch Wigald Boning die sechs Kilometer lange Strecke in 52:30 Minuten gemeistert: 'Ein überwältigendes Gefühl, alles ist problemlos befahrbar', lautet sein Fazit.

Dass es sich auf der Strecke so leicht schieben lässt, hat den Komiker erstaunt. Und er hat Glück gehabt, wie er erzählt: 'Im Ziel ist mir der Schaumgummigriff am Lenker abgefallen.

' Minuten später kommt Sabrina Krina – die erste von insgesamt drei Frauen – ins Ziel: 'Anstrengend war’s, aber schee!'

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