Eishockey
Trotz guter Leistung verliert Füssen in Deggendorf das Spiel ndash und zwei Verteidiger

Eine unglückliche wie unverdiente Niederlage hat der EV Füssen am Sonntagabend einstecken müssen: Die Schwarzgelben unterlagen beim Deggendorfer SC mit 2:3 (1:1, 0:0, 1:2), hätten jedoch zumindest einen oder auch zwei Punkte verdient gehabt. Doch die Leoparden waren einmal mehr vom Pech verfolgt.

So musste nach dem Warmlaufen Verteidiger Douglas Kublin passen. Eine Gehirnerschütterung aus dem Spiel am Freitag zwang ihn aufzugeben. Nach drei sowie nochmals nach sechs Minuten wurde Lukas Jentsch böse gefoult: Das erste Mal krachte er mit dem Kopf in die Bande, was eine Strafe für den Gegner zur Folge hatte.

Das zweite Foul gegen ihn, einen Check gegen den Kopf, ahndete der Unparteiische nicht. Jentsch konnte angeschlagen zwar noch bis zur Pause weiterspielen, doch dann war auch für ihn Schluss. Damit fiel an diesem Tag der zweite Verteidiger aus. Hinzu kam, dass sich der Schiedsrichter aus Sicht der Allgäuer kleinlich gegen Füssen pfiff.

Unmittelbar vor Anpfiff des zweiten Drittels bekam Füssen eine Bankstrafe, weil die Spieler nicht rechtzeitig auf dem Eis waren – obwohl Füssen unmittelbar nach Deggendorf aufs Eis ging.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts saßen so gleich vier Spieler der Leoparden auf der Bank. Doch dank einer kämpferisch erneut starken Leistung überstand Füssen die Situation unbeschadet. Im Drittel zuvor blieb beiden Mannschaften ein Treffer zunächst verwehrt.

Erst in der zwölften Minute fand ein abgefälschter Schuss von Simon Sezemsky den Weg in das gegnerische Tor. Kurz darauf hatte Deggendorfs Torhüter Sandro Agricola Glück, sonst hätte Füssen sogar auf 2:0 erhöht.

Doch es kam anders: Der am Ende dreifache Torschütze Dominik Retzer verlud André Irrgang, indem er einen Pass antäuschte, aber dann direkt sowie unhaltbar zum 1:1 abschloss. In der 20. Minute rettete erst Irrgang mit einem Reflex, dann hatte Eric Nadeau mit einem Rückhandschuss Pech.

Das zweite Drittel blieb dann torlos, wobei das Unterzahlspiel ordentlich an Füssens Substanz ging, zumal fast die Hälfte des Teams in drei Tagen bereits das dritte Spiel absolvierte. Trotzdem wurden die Strafzeiten bravourös gemeistert. Der letzte Abschnitt begann mit mehreren Chancen.

Sandro Agricola musste binnen zwei Minuten sechsmal parieren und hielt Deggendorf im Spiel. Erst nach etwa weiteren vier bis fünf Minuten Anrennens konnten sich die Gastgeber befreien. Der gefährlich durchgebrochene Andrew Schembri konnte nur zulasten einer Hinausstellung gebremst werden.

Kurz nach Ablauf dieser Strafzeit war Retzer zur Stelle, der bei einer abgeprallten Scheibe am schnellsten reagierte und das 2:1 erzielte. Es dauerte jedoch keine Minute, da traf Ruslan Bezshchasnyi zum 2:2.

Füssen hatte in dieser Zeit einfach mehr von der Partie, doch Konzentrationsschwächen infolge der großen kämpferischen Leistung waren wohl schuld an dieser Niederlage. Erneut reagierte Retzer am schnellsten und traf 39,8 Sekunden vor Spielende zum 3:2.

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