Schnuppertraining
«Softball - und nicht Völkerball»

«Männer spielen Baseball und Frauen Softball. Unser Ball ist jedoch nicht weich, sondern ebenfalls hart», erklärt die 17-jährige Linda Arendt. Möglicherweise ist sie eine der ersten weiblichen Pitcher, also Werfer, im Trikot der Royal Bavarians Füssen. Dass die Baseballteams des jungen Vereins erfolgreich sind, spricht sich auf dem Schulhof herum und so hat der Verein bei seinem Versuch, ein neues Team im Softball zu gründen, fast ein Heimspiel. Viele junge Damen sind am Montag zu einem ersten Training des Teams gekommen, das Michael Stephan gar zwei Mannschaften hätte gründen können.

Der Verein will sich den Wunsch erfüllen, in der nächsten Saison den amerikanischen Sport auch für Frauen und Mädchen anzubieten. Michael Stephan, der für die Disciples aus München Haar in der Bundesliga aufläuft, wird für Füssen nächstes Jahr als Trainer aktiv sein. Darüber, und auch über die Tatsache, dass die Resonanz auf das Angebot so groß ausfällt, freut sich Lynn McAdam, der Vorsitzende der Royal Bavarians.

Bei der Gymnastik zu Beginn des Trainings zeigen sich die Teilnehmerinnen von der besten Seite. Das Fangen des Balls, der etwas größer ist als im Baseball, muss künftig ebenso intensiv geübt werden wie ein präziser Wurf. Stephan begleitete die Übungen humorvoll: «Stopp, Mädels! Wir spielen hier nicht Völkerball», unterbricht er die Übung. Wie es richtig geht, weiß eine 17-Jährige aus Lechbruck - zumindest der Theorie nach.

Bei ihrem Auslandsjahr in den USA war Sabrina Geiß gelegentlich beim Training der Softballmannschaft ihrer Schule dabei. «Aber richtig mitgespielt habe ich da nicht.»

Das will sie nun bei den Bavarians in Füssen nachholen. Der gleichaltrigen Lena Vöhringer aus Hopfen hat die Weltmeisterschaft im Baseball gut gefallen: «Da war ich begeisterte Zuschauerin und will ausprobieren, ob ich dafür ein Talent habe.» Nach einer guten halben Stunde meint Linda Arendt aus Füssen: «Es läuft ganz gut.» Auslöser, im neuen Team mitzumachen, ist bei ihr der eigene Bruder, der bei den Royal Bavarians im Kader steht. Bei der 19-jährigen Katharina Unland aus Weißensee ist es wiederum der Freund.

Den Verantwortlichen der Royal Bavarians ist es recht: «Wenn nach mehreren Trainingstagen 13 Mädchen dabei bleiben, könnten wir mit unserem Team im Frühjahr erstmals bei einem Turnier dabei sein», hofft Trainer Stephan.

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