Ski alpin
Schwungvolle Talentschmiede

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Stefan Kermer steht mitten auf der Piste am Reithlift. Sein Blick richtet sich auf die Abfahrt eines jungen Skifahrers, der sich im Slalom rasant auf ihn zubewegt. Gut vier Stunden lang sind die zwölf Skifahrer des Stützpunktes Ostallgäu an diesem sowie den nächsten Tagen auf der Skipiste am Tegelberg: Sie holen sich den letzten Schliff für die am Samstag, 15. Januar, beginnende Rennserie um den Head Cup. Schon in den Wochen zuvor, in den Ferien, standen die alpinen Rennfahrer täglich auf der Piste: unter der Woche Training, am Wochenende Rennen, um dort Praxis zu sammeln.

Jetzt am Tegelberg in Schwangau stehen Trainingsläufe auf dem Plan. Der mit Kippstangen gesteckte Kurs ist in zwei Zonen aufgeteilt. Dort, wo Trainer Kermer steht, findet ein kurzer Boxenstopp statt. Kermer korrigiert, gibt Anweisungen und schaut, ob die jungen Rennfahrer diese Hilfestellungen in der Folge umsetzten. Es werden sogar Videoanalysen vorgenommen, die Aufschluss über Fahrfehler geben. Am Ende des Trainingstages steht meist noch freies Fahren mit verschiedenen Lehreinheiten auf dem Programm. Wer meint, nach einem anstrengenden und konzentrierten Slalomtraining ist die Luft raus, sieht sich getäuscht. Werden die jungen Wilden losgelassen, gibt es kein Halten der Buben und Mädchen.

Seit gut zehn Jahren schon gibt es den Förderverein Stützpunkt Head. Das Ziel ist es, die Leistungen junger Skifahrer aus dem Ostallgäu und dem angrenzenden Außerfern zwischen elf und 14 Jahren durch gezieltes Training zu steigern und zu fördern. Der Verein besteht aus nur zwölf Mitgliedern - und zwar aus den regionalen Vereinen SSV Wertach, TSV Seeg, SC Pfronten, SK Nesselwang, SC Vils, SC Tannheimertal, SC Mittelberg/Oy, SC Marktoberdorf, SC Halblech, SC Füssen, dem SC Krumbach und SSV Markt Rettenbach. Schüler des Stützpunktes trainieren eigentlich das ganze Jahr über - in etwa 220 Einheiten pro Jahr.

«Ohne die Eltern geht da nichts», kommentiert Stefan Kermer den unermüdlichen Einsatz der Mütter und Väter bei den täglichen Trainingseinheiten. Ohne die unterstützende Hilfe würde ein Großteil der zur Verfügung stehenden Zeit für Vorbereitungen, Anziehhilfe und Aufräumen verloren gehen. Die Saison geht bis in den Juni hinein: Eine Schneepause gibt es nur im Juli, August und im September. In dieser Zeit wird viel für die Kondition und die Kraftausdauer getan. Rad fahren, Inlineskaten, Joggen oder auch Klettern stehen dann auf dem Programm. Der Lohn dieses unermüdlichen Trainings sind zahlreiche Plätze auf dem Podest und viele gute Ergebnisse. Die streben die Athleten auch heuer wieder an.

Rasant geht es auch beim freien Fahren zu: Trotz langer Trainingseinheiten blühen die jungen Skifahrer auch gegen Ende des Tages auf: Mit lockeren Schwüngen zieht es die Talente in Richtung Tal. Fotos: Iris Burre

Stefan Kermer bei der Arbeit: Bei einem kurzen Boxenstopp auf halber Strecke korrigiert der Trainer des Stützpunktes seine Athleten und gibt Hilfestellung.

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