Auszeichnung
Mit seiner Mannschaft den Ruderclub wieder auf flotten Kurs gebracht

Dieses Schreiben aus München, das Joachim Maier aus dem Briefkasten fischte, trug einen offiziellen Absender. «Ich wusste von nichts. So war ich erst einmal überrascht von der Post aus dem Staatsministerium für Unterricht und Kunst in Bayern», erinnert sich der Vorsitzende des Ruderclubs Forggensee-Füssen. Eine freundliche Einladung war der Inhalt des amtlichen Papiers, das noch 53 andere Ehrenamtliche erhielten. Sie alle wurden jetzt in der Allerheiligen Hofkirche der Residenz in München feierlich ausgezeichnet.

Aller Anfang war mühevoll

Rudern gilt unter Ärzten als gut geeignet für Kreislauf und Gelenke mit geringem Verletzungsrisiko - so waren es eine Handvoll Kollegen aus der Fachklinik Enzensberg, an der Maier damals beruflich an Land ging, die mit ihm den müde gewordenen Ruderclub wieder auf flotteren Kurs bringen wollten.

«Anfangs ging es mühevoll nur Schlag um Schlag voran», erzählt der 55-Jährige. Doch er hatte Ausdauer: Durch seine alte Brücke nach Heidelberg konnten einige Boote als Geschenke vom Neckar ins Allgäu gelotst werden. Maier und die anderen passionierten Ruderer zeigten, dass ein tolles Mannschaftsgefühl den Club beflügeln kann.

Wie sie zu einem Bootshaus kamen, ist nicht nur für Maier eine ganz besondere Geschichte: «Wir bauten im Venetianerwinkel eine alte Bekleidungskammer der Bundeswehr ab. Nach dem Transport schraubten wir alle Holzteile auf dem Clubgelände wieder zusammen.»

In seiner Heidelberger Studentenzeit war Maier international erfolgreich mit verschiedenen Renngemeinschaften. Sein größter Erfolg? «Unser Titel bei der Rotsee-Regatta in Luzern - das ist so, als würde man als Tennisspieler Wimbledon gewinnen», so der 55-Jährige. Heute freut er sich, dass seine Töchter Katharina und Rosalie in Bregenz ins Ruderboot gehüpft sind und mit ihren Schülerteams an den Start gehen. «In den Ferien gehen wir zusammen auf den Neckar», verspricht er Katharina am Telefon.

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