Tennis
Mit Leichtigkeit zum Besten in Bayern

Inmitten des Viertelfinales der bayerischen Meisterschaft im Tennis hatte Dominik Petrisic gespürt, dass irgendwas anders war. Gerade hatte das junge Talent aus Füssen den ersten Satz gegen Valentin Dix nach zähem Kampf für sich entschieden, als sich bei dem Elfjährigen jene Leichtigkeit einstellte, die ihm in der Folge zum größten Erfolg seiner noch jungen Karriere tragen würde. «Danach ging alles von allein», beschreibt der Schüler den markanten Punkt in seinem Spiel. Weil er danach nicht nur den zweiten Satz und damit das Viertelfinale gewann, sondern in der Folge noch die bayerische Nummer zwei sowie die Nummer eins seiner Altersklasse mühelos bezwang, betrat Dominik Petrisic am Ende des dreitägigen Turniers den Thron: Er ist neuer bayerischer Meister der U12.

«Wahnsinn, das hat es in der Vereinsgeschichte des TTC Füssen noch nie gegeben», verrät Trainer Michael Weber. In den vergangenen Wochen hatte der 44-Jährige beinahe täglich mit seinem jungen Schützling auf die Meisterschaft hingearbeitet. «Es war klar, dass dieses Turnier für Dominik richtungsweisend sein würde», sagt Weber. Denn mit dem Erfolg bei der Meisterschaft hat das Talent nun eine neue Ebene erreicht: Während er auf kleineren Turnieren nun nicht mehr spielen darf, warten als Nächstes höhere Aufgaben auf Dominik. Mit dem Sieg hat er sich für die süddeutsche Meisterschaft qualifiziert - und zeitgleich eine ganz andere Tür geöffnet: Dominik hat seit dem Wochenende eine Einladung zu einem Sichtungslehrgang in Stuttgart vorliegen. «Da sind die vier besten Mädchen und Buben aus Bayern in meinem Alter dabei», staunt er über sich selber.

Vielseitiges Talent

Nicht schlecht gestaunt haben auch die Gegner des jungen Allgäuers: Mit druckvollem Spiel kaufte er der starken Konkurrenz den Schneid ab und sicherte sich Sieg für Sieg. «Dominiks Talent ist sehr vielseitig: Er kann alle Schläge, kann verschiedenste Vorgaben leicht umsetzen und hat ein ganz anderes Tennis gezeigt als seine Gegner», schwärmt Weber. Während die meist an der Grundlinie blieben, sei der Elfjährige ans Netz vor gegangen und habe da wichtige Punkte geholt. Im Halbfinale kam Dominik Petrisic dann erstmals der Gedanke, dass der Titel an ihn gehen könnte. «Ich habe das dann aber erst mal verdrängt und ganz normal weitergespielt.

» Es war am Ende vielleicht der Schlüssel zum Erfolg, mit dem der junge Mann selber nicht gerechnet hatte. «Am Ende war ich selber überrascht», sagt er.

Auf Rückfahrt eingeschlafen

Ob er seinen Erfolg bei aller Freude schon richtig realisiert habe? «Ich denke schon», sagt der Elfjährige, der auf dem Boden bleiben will. Wenngleich er in den vergangenen Tagen kaum Zeit dafür hatte: Denn die Meisterschaft mit zwei Spielen pro Tag und insgesamt 17 Stunden auf dem Platz haben bei ihm Spuren hinterlassen: «Ich bin auf der Rückfahrt gleich eingeschlafen und habe auch die letzten Tage nach der Schule viel geschlafen.» Dominik wird gut geträumt haben, auch wenn irgendwas anders war.

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