Transalp
Mehr Höhenmeter - mehr Panorama

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Am heutigen Samstag fällt der Startschuss zum härtesten sowie beliebtesten Mountainbikerennen in Europa: der Craft Bike Transalp. 550 Zweierteams aus insgesamt 37 Ländern nehmen von Mittenwald aus die bisher längste Alpenüberquerung in Angriff. Das Ziel: Nach 674,51 Kilometern und 21776 Höhenmetern das italienische Riva del Garda erreichen. Mit am Start sind auch die drei Ost-allgäuer Christian Lochbihler, Peter Henne und Norbert Straub. Sie verraten, was sie vor einer solchen Herausforderung bewegt.

Peter Henne aus Füssen: << Die Vorfreude ist groß >>, sagt der 46-jährige Hobbysportler, << denn die Route verspricht, interessant zu werden. >> Er ist besonders auf die Etappen im Dolomitengebiet gespannt. << Dieses Mal wird es länger und wir müssen mehr Höhenmeter zurücklegen >>, so Henne, der im vergangenen Jahr mit seinem Partner Christian Lochbihler bereits bei der Alpenüberquerung mit Start in Füssen dabei war. << Aber die Hauptsache ist, dass wir gesund unten in Riva ankommen >>, sagt er. << Es wäre schön, wenn wir die Leistung vom letzten Jahr bestätigen können, aber man kann nie sagen, wie Körper und Technik mitmachen. >> Dass Füssen heuer kein Startort ist, findet der Mountainbiker schade. << So ist der Aufwand höher - und in Füssen wären mehr Freunde mit dabei. >>

Christian Lochbihler aus Hopferau: Der Teampartner von Henne ist gar nicht aufgeregt. << Es gibt noch so viel vor dem Start vorzubereiten >>, verrät der 41-Jährige. Auch er möchte wie sein Partner im Team << Bibele-Bachi >> an die Leistung aus dem Vorjahr anknüpfen: << Wir sind schon ehrgeizig, aber wichtig ist, dass wir ohne Sturz unten ankommen. >> Vor vier Monaten haben die beiden angefangen, für das Rennen zu trainieren. Der Trainingsplan kommt von Michael Keller, dem jetzigen Geschäftsführer des Tourismusverbands Tannheimer Tal und ehemaligem Mountainbike-Bundestrainer in Österreich. << Schön ist, dass wir mit den unterschiedlichen Startorten beide Strecken kennenlernen, denn derzeit sieht es nach einer dritten Teilnahme nicht aus. >>

Norbert Straub aus Pfronten: << Die Vorfreude hält sich in Grenzen, weil ich weiß, was da auf mich zukommt und was alles wehtun kann >>, erklärt Straub und lacht. << Man ist lange unterwegs - und vielen schwierigen Situationen ausgesetzt, da ist es wichtig, gesund am Gardasee anzukommen >>, so der 41-Jährige. Alles andere sei Nebensache. << Wenn wir dann noch unter die ersten Vierzig kommen, haben wir unser Ziel erreicht. >> Straub startet schon zum vierten Mal bei der Transalp. Die Strecke ab Mittenwald ist jedoch neu für ihn. << Das Panorama wird einmalig, insgesamt ist die Route aber anstrengender >>, so der Sportler. Mit seinem Teampartner Rainer Böck aus Bad Wörishofen spielte er bereits in der Squash-Bundesliga, daher der Teamname << Fit & Squash >>.

Auch wenn die Strecke ab Mittenwald eine neue Herausforderung wird, bedauert Straub, dass Füssen kein Startort mehr ist. (nia)

Kein Pappenstiel: Auf die Fahrer kommt bei der Transalp in den nächsten Tagen einiges zu. Sie ist nicht umsonst das härteste Mountainbikerennen der Welt. Fotos: Archiv

Peter Henne (links) und Christian Lochbihler wollen gesund in Riva ankommen.

Zum vierten Mal am Start: Norbert Straub weiß, was auf ihn zukommt.

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