Tischtennis
Markus Gruber (13) aus Füssen überrascht bei der schwäbischen Meisterschaft im Tischtennis

Markus misst nicht einmal eineinhalb Meter – und doch ist der Jugendliche in Schwaben einer der Größten. Bei der Meisterschaft im Tischtennis sorgte er für eine dicke Überraschung: Er gewann den Titel – und zwar bei den Männern. In der Klasse Herren C ließ der 13-Jährige die gesamte männliche Konkurrenz hinter sich zurück. Darauf war selbst der Verband nicht eingestellt und überreichte dem Sieger eine nicht altersgerechte Trophäe: einen Bierkrug aus Glas. Dabei traute dem flinken Realschüler aus dem Ostallgäu nicht nur der Trainer eine ausgezeichnete Platzierung zu.

In Szenekreisen ist inzwischen bekannt, dass Markus viel Talent in die Wiege gelegt worden ist, das er durch Trainingsfleiß und die richtige taktische Schulung bei Bayernligist TSG Thannhausen nun mit einer Meisterschaft gekrönt hat. Doch auch für den wendigen Buben, der die im Schnitt eineinhalb Köpfe größeren Konkurrenten mit überragendem Stellungsspiel sowie überraschender Kraft bei den Schmetterbällen verzweifeln ließ, wächst die Zahl der Titel in der Region nicht einfach locker weiter in höhere Sphären.

Zwar ist es für Markus allein aufgrund seiner Beweglichkeit und Dynamik an der Platte leichter, den aus seiner Sicht langen und viel älteren Gegnern Punkt um Punkt abzuknöpfen. Aber solche Erfolge gegen gleichaltrige Spitzenspieler zu wiederholen, ist nicht so leicht. So zahlte Markus zuletzt bei einem Turnier für Jugendliche viel Lehrgeld.

Nach seinem Ausscheiden im Viertelfinale in Meitingen verriet er, dass es schwer sei, 'bei den Jugendmeisterschaften zu gewinnen. Da werde ich von keinem Gegner unterschätzt.' Beobachter stellten zudem fest, dass Markus in seinem zweiten großen, mit langer Anfahrt verbundenen Turnier innerhalb kürzester Zeit etwas müde war, zumal er nicht nur im Einzel an der Platte stand. Im Doppel aber schaffte es der 13-Jährige mit Partner Julius Rollenmiller aus Höchstädt auf den zweiten Platz – und wurde damit Vizemeister.

Lousia Keppeler räumt ab

Ein weiterer Trost für das verpatze Einzel das Abschneiden im Mixed mit seiner famosen Partnerin Louisa Keppeler vom TSV Seeg: Das junge Duo erreichten Platz drei. Die außerhalb der Halle etwas schüchtern wirkende Athletin, die das Gymnasium in Füssen besucht, hat für ihre 14 Jahre bereits erstaunlich viele Varianten drauf. 'Ich stelle mich auf die wechselnden Gegner ein', ist Louisa dazu zu entlocken. Sie trumpfte dadurch in der Gruppe der 'Schüler A' groß auf und war nach sechs gewonnenen Begegnungen im Einzel zuoberst auf dem Siegertreppchen gelandet.

'Wir dürfen beide bei den bayerischen Meisterschaften im Dezember im Einzel teilnehmen', freut sich die Schülerin, die auch beim Tennis anzutreffen ist. Viel lieber aber macht sie ihre Aufschläge an der Platte und setzt dabei ihre Gegnerinnen von Anfang an unter Druck. Und genau das könnte auch für die bayerische Meisterschaft, wenn sie es mit den besten Spielerinnen des Freistaats aufnimmt, das Mittel zum Erfolg sein. Und vielleicht schreiben Louisa und Markus, auf den wieder die größeren Gegner warten, ihre Erfolgsgeschichte fort.

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