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Kleiner Kader, großes Herz

Ein Blick in das Gesicht lässt kurz vor dem Interview bereits erahnen, dass Georg Holzmann mit seiner Mannschaft bis zu diesem Zeitpunkt zufrieden ist. Bei einer großen Tasse Cappuccino blickt der Trainer des EV Füssen nach rund einem Drittel der Spiele in der Hauptrunde entspannt auf den Start der Leoparden zurück: Trotz der angespannten personellen Situation steht die Mannschaft in der Oberliga auf Platz vier - und macht ihren Trainer glücklich. Der wiederum gerät angesichts der Leistungen seines jungen Teams im Interview regelrecht ins Schwärmen. <%img scl_width='411' scl_height='600' align='right' id='534499'%>

Herr Holzmann, nie kam dem EV Füssen die Pause aufgrund des Deutschland Cups so gelegen wie dieses Jahr

Georg Holzmann: Das kann man wohl sagen. Mit sieben verletzten Spielern hatten wir zuletzt dann doch Probleme. Die Ausfälle an sich wiegen schon schwer genug. Bei einem kleinen Kader kommt aber noch hinzu, dass die verbliebenen Spieler Doppelschichten fahren müssen. Das bedeutet eine extrem hohe Belastung, die dann irgendwann spürbar wird. Das war gegen Passau der Fall: Da war bei Vielen der Akku einfach leer.

Und doch können Sie nach einem Drittel der Spiele in der Hauptrunde zufrieden sein, oder?

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Holzmann: Absolut. Von der Niederlage gegen Passau einmal abgesehen, haben wir das für uns optimal Mögliche herausgeholt. Angesichts unsere personellen Situation hat das sogar mich ein wenig überrascht.

Was zeichnet die Mannschaft denn aus, wenn sie sogar den Trainer überrascht?

Holzmann: In erster Linie der Charakter und die Einstellung - kleiner Kader, großes Herz. Nach unseren ganzen Ausfällen sind viele Spieler über sich hinaus gewachsen, die zu Beginn der Saison nicht regelmäßig gespielt haben. Leute wie Joel Titsch, Mathias Müller, Marian Okonek und Benjamin Kronawitter haben die Lücke gefüllt, haben Leistung gebracht und Verantwortung genommen. Das war entscheidend. So wurde das Pech des einen zum Glück des anderen.

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Warum klappt nun das, was in der vergangenen Saison nicht funktioniert hat?

Holzmann: Erfolg ist im Eishockey allein als Mannschaft möglich, als eine Einheit. Und wir haben im Vergleich zum Vorjahr diesmal eine unglaublich homogene Mannschaft. Entscheidend ist dabei auch immer der Siegeswille: Und der ist bei uns immens. Andere würden in der Situation mit den vielen Verletzten jammern. Doch unsere denken einfach nur ans Gewinnen, egal in welcher Konstellation.

Heißt das im Umkehrschluss, dass die Mannschaft letztes Jahr kein Team war?

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Holzmann: Um Gottes Willen, nein. In diesem Jahr passt nur alles besser zusammen. Die jungen Spieler haben im vergangenen Jahr unheimlich gelernt, sind gereift - und inzwischen in der Liga angekommen. Im letzten Jahr war viel aus der Not heraus geboren. Wir sind mit Beginn der Runde eine komplett neue Schiene gefahren, haben 15 Juniorenspieler integriert. Heute kommt hinzu, dass die Kontingentspieler Jeric Agosta und Marc Bernier voll eingeschlagen haben - genauso wie Sebastian Wolsch.

Dagegen haben vermeintliche Leistungsträger wie Holz oder Naumann noch Luft nach oben, oder?

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Holzmann: Stimmt. Naumann ist definitiv noch nicht da, wo er letzte Saison war. Bei Holz darf man nicht vergessen, dass er im Vorjahr nur sieben Spiele gemacht hat. Dem fehlt nahezu eine komplette Saison - das steckt man in dem Alter nicht so leicht weg.

Was ist mit dieser Mannschaft, noch alles möglich?

Holzmann: Wir sind gut beraten, keine großen Ziele auszugeben. Wir wollen in die Play-offs, also unter die ersten acht im Süden. Nach der Pause an diesem Wochenende gilt es, an unsere Leistung anzuknüpfen und unseren Platz zu bestätigen. Spannend wird, wie wir Rückschläge wegstecken. Die wird es sicher geben. (map)

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